Jörg Schröder und Barbara Kalender

Lesung
Jörg Schröder und Barbara Kalender – „Siegfried“
Mittwoch, 14. November, 20.00 Uhr

Bukafski Buchhandlung, Kurfürstenstr. 9, 55118 Mainz
Eintritt: 7,- / 5,- Euro (erm.)

Foto Jörg Schröder
(c) Malte Ludwigs

Eines der aufregendsten und skandalträchtigsten Bücher der deutschsprachigen Literatur erscheint endlich wieder: „Siegfried“ von Jörg Schröder! Ein wilder Entwicklungsroman und ein schonungsloses Porträt der Nachkriegsgesellschaft und der bundesdeutschen Literaturszene, das bei seinem Erscheinen 1972 mächtig Staub aufwirbelte. „Ein Stück Entblößungsliteratur, wie man es so rücksichtslos von deutschen Literaten bislang nicht gewohnt war“, schrieb seinerzeit der Spiegel.
Dass das Buch bis heute nichts an Schlagkraft eingebüßt hat, davon kann man sich mit der neu aufgelegten und erweiterten Ausgabe überzeugen, die Jörg Schröder und Barbara Kalender in Mainz vorstellen werden. Eine gute Gelegenheit also, den Roman und die Verlegerlegende Schröder kennenzulernen.

Jörg Schröder, 1938 in Berlin geboren, gilt als ein enfant terrible der deutschen Verlagsszene, gleichzeitig als großer Entdecker von Literatur. Er kam 1965 zum Melzer Verlag, den er mit der „Geschichte der O“ rettete. 1969 verließ Schröder den Verlag im Streit, alle Mitarbeiter sowie die meisten Autoren folgten ihm in seinen neu gegründeten März Verlag. Nachdem Schröder 1987 den Verlag gesundheitsbedingt aufgeben musste, entwickelte er 1990 zusammen mit seiner Frau Barbara Kalender die Desktop-Reihe „Schröder erzählt“.

Matthias Senkel

Lesung
Matthias Senkel – „Dunkle Zahlen“
Donnerstag, 6. Dezember, 20.00 Uhr

Bukafski Buchhandlung, Kurfürstenstr. 9, 55118 Mainz
Eintritt: 7,- / 5,- Euro (erm.)

Foto Matthias Senkel
(c) Dietze

Moskau 1985: Die internationale Programmierer-Spartakiade hält die akademischen Eliten des Landes in Atem. Hier messen sich aufstrebende Mathematiker in den Techniken der Zukunft, die nur noch einen Tastendruck entfernt scheint. Doch die kubanische Nationalmannschaft ist kurz vor der Eröffnung des Wettbewerbs spurlos verschwunden – und ihre resolute Übersetzerin Mireya begibt sich auf eine atemlose Suche durch die fremde Hauptstadt. Architekten und Agenten, dichtende Maschinen und sogar Stalins leibhaftiger Schatten treffen in dieser wilden Erzählung aufeinander: ein schillerndes Mosaik der Sowjetunion kurz vor der folgenreichen Vernetzung der Welt.

„Eines der witzigsten, einfallsreichsten und übermütigsten Experimente in der deutschen Gegenwartsliteratur“ (Süddeutsche Zeitung).

Matthias Senkel, 1977 in Greiz geboren, lebt mittlerweile in Leipzig. 2012 erschien sein Debütroman „Frühe Vögel“, der mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis und dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet wurde. „Dunkle Zahlen“ war für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 und den Deutschen Buchpreis nominiert.

Tijan Sila

Lesung
Tijan Sila – „Die Fahne der Wünsche“
Freitag, 2. November, 19.30 Uhr

Staatstheater Mainz, Glashaus
Eintritt: 9,50 Euro/ 4,75 Euro (erm.)

Foto Tijan Sila
(c) Miriam Stanke

Es sind finstere Zeiten, in denen der sechzehnjährige Ambrosio seine Karriere als Radrennfahrer beginnt. Das Land Crocutanien ist gezeichnet von Jahrzehnten der totalen Abschottung und fest in der Hand der spiroistischen Partei. Diese versucht mit immer brutaleren Methoden, rebellierende Jugendbanden und politische Splittergruppen zu bekämpfen. Ambrosio, der eigentlich genug damit zu tun hat, mit seiner Freundin Betty die ersten sexuellen Erfahrungen zu machen und von Wettkämpfen im Ausland zu träumen, wird von den Schergen des Regimes verhört und verprügelt. Alles nur, weil er ein neues Hobby für sich entdeckt hat: das Flippern.

Scharfsichtig, knallhart, mit einzigartigem Witz und grandioser literarischer Kraft erzählt Tijan Sila in „Die Fahne der Wünsche“ von der Macht und Ohnmacht des Einzelnen in einem amoralischen System.
Tijan Sila kam 1981 in Sarajevo zur Welt und emigrierte 1994 mit seiner Familie nach Deutschland. Er studierte Germanistik und Anglistik in Heidelberg. Heute lebt er in Kaiserslautern, wo er als Lehrer an einer Berufsschule arbeitet. Im Frühjahr 2017 erschien sein gefeierter Debütroman „Tierchen unlimited“.

Moderation: Arno Frank, Schriftsteller und Journalist (taz, Die Zeit, Spiegel Online)

Arbeitsstipendien Literatur

Das Land Rheinland-Pfalz vergibt im Bereich der Literaturförderung sechs Arbeitsstipendien. Sie sind mit jeweils 1.500 Euro dotiert und richten sich an Autorinnen und Autoren, die in Rheinland-Pfalz geboren wurden oder dort leben oder die durch ihr literarisches Schaffen mit dem kulturellen Leben in Rheinland-Pfalz besonders verbunden sind.

Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 10. Oktober 2018 beim Mainzer Kulturministerium einzureichen.

Informationen zur Ausschreibung und den Förderbedingungen finden sich unter http://kulturland.rlp.de/de/kultur-foerdern/stipendien/

Treffen junger Autorinnen und Autoren 2018

Das Treffen junger Autor*innen 2018 findet vom 15. bis 19. November 2018 in Berlin statt; Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2018.

Die Preisträger*innen werden zum Treffen mit einer öffentlichen Lesung und einem Akademieprogramm ins Haus der Berliner Festspiele eingeladen.

Im Internet finden Sie alle Wettbewerbsinformationen auf www.berlinerfestspiele.de. Bewerben können sich Interessierte ausschließlich online unter  https://bewerbung.bundeswettbewerbe.berlin.

Einen Infoflyer könne Sie hier herunterladen.