Mainzer Literaturförderpreis 2017

Literaturförderpreis für junge Autorinnen und Autoren der Landeshauptstadt Mainz 2017

30 Jahre Literaturförderpreis der Landeshauptstadt Mainz – auch 2017 laden wir junge Autorinnen und Autoren herzlich ein, sich mit ihren Texten für die Auszeichnung zu bewerben.

Der mit 2.500 Euro dotierte Preis ist an keine bestimmte literarische Gattung oder Thema gebunden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen einen Lebensbezug zu Mainz/Rheinhessen nachweisen können und zum Zeitpunkt des Bewerbungsschlusses unter 35 Jahre alt sein. Die eingereichten Texte sollten zehn Normseiten (30 Zeilen à 60 Zeichen) nicht überschreiten. Mehrfacheinsendungen werden nicht berücksichtigt.
Um die Anonymität der Bewerber zu wahren, bitten wir die Manuskripte in dreifacher Ausfertigung und mit einem Kennwort versehen einzureichen.

Die Auflösung des Kennworts ist in einem gesonderten Umschlag beizulegen (auf einem Zettel mit Name, Anschrift, Telefon, E-Mail, Kurzbiografie, Geburtsdatum, der Darstellung des Mainz-Bezugs der Autorin/des Autors sowie den ersten drei Worten des Manuskripts).

Bitte senden Sie Ihre Texte per Post an: LiteraturBüro Mainz, z. Hd. Herrn Dietmar Gaumann, Am 87er Denkmal, Zitadelle, Gebäude E, 55131 Mainz.

Bewerbungsschluss: 31. August 2017!

Martha-Saalfeld-Förderpreis 2017

Das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur vergibt auch in diesem Jahr wieder den mit insgesamt 10.000 € dotierten Martha-Saalfeld-Förderpreis. Mit diesem Literaturpreis, der nach der Pfälzer Lyrikerin und Erzählerin Martha Saalfeld benannt ist, möchte das Land Rheinland-Pfalz Autorinnen und Autoren bei der Realisierung eines noch nicht abgeschlossenen literarischen Projekts unterstützen.Um den Preis bewerben können sich Autorinnen und Autoren, die in Rheinland-Pfalz geboren worden sind oder dort leben oder die durch ihr literarisches Schaffen mit dem kulturellen Leben in Rheinland-Pfalz besonders verbunden sind.

Das Preisgeld wird auf drei Preisträgerinnen beziehungsweise Preisträger verteilt. Über die Vergabe des mit 5.000 € dotierten Hauptpreises entscheidet eine Fachjury. Diese wählt zwei weitere Preisträgerinnen beziehungsweise Preisträger aus. Das Publikum der Preisverleihung entscheidet dann, wer von diesen beiden den mit 3.000 € und wer den mit 2.000 € dotierten weiteren Preis erhält.

Einzureichen sind maximal 10 Seiten (Schriftgröße: Arial 12) aus einem noch nicht abgeschlossenen Manuskript, ein Exposé zu diesem Projekt sowie biografische und bibliografische Angaben. Zugelassen sind alle belletristischen Gattungen. Einzusenden sind diese Unterlagen in zweifacher Ausfertigung an das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Referat 9821, Postfach 32 20, 55022 Mainz. Einsendeschluss ist Freitag, 31. März 2017 (es gilt das Datum des Poststempels).

Wie bereits in den zurückliegenden drei Jahren werden die Bewerbungen zum Gegenstand einer germanistischen und literaturwissenschaftlichen Lehrveranstaltung am Campus Landau der Universität Koblenz-Landau.

Mit der Abgabe ihrer Bewerbung erklären sich die Autorinnen und Autoren implizit damit einverstanden, dass sich Studierende der Universität Koblenz-Landau mit dieser beschäftigen. Autorinnen und Autoren, die den Martha-Saalfeld-Förderpreis schon einmal erhalten haben, können sich nicht noch einmal darum bewerben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

David Wagner

Lesung
David Wagner
„Ein Zimmer im Hotel“

Foto David Wagner
(c) Susanne Schleyer

Donnerstag, 8. Dezember, 19.00 Uhr
Buchhandlung Bukafski, Kurfürstenstr. 9, 55118 Mainz
Termin im iCal-Format

Eintritt: 9,- Euro, / 7,- Euro erm.

Wo sind wir, wenn wir reisen? David Wagner, ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse für sein Buch „Leben“, schreibt in seinem neuen Buch über Hotelzimmer, wie jeder sie kennt und so noch nie gesehen hat.

Ein Mann reist von Stadt zu Stadt, quer durch Deutschland und Europa bis nach China und in den Iran, aber Augen hat er immer nur für das: Hotelzimmer. Er kann sich nicht sattsehen an ihnen, bestaunt mit nie erlahmender Neugier, was es da alles gibt und was dort fehlt. David Wagner, Meister der poetischen Alltagsbeobachtung und immer wieder gerühmt für seine Beschreibungskunst bei höchster stilistischer Eleganz, nimmt uns mit in mehr als einhundert Hotelzimmer. Ein Buch für alle, die unterwegs sind oder anderen eine Bleibe geben. Eine aufregende, anregende Reise der Wahrnehmung von lauter Sensationen des Gewöhnlichen – eine Schule des Sehens.

David Wagner, 1971 in Andernach geboren, lebt in Berlin. Sein Werk umfasst zahlreiche Romane, Erzählungen Gedichte und Prosaformen, die sich nicht eindeutig einer Gattung zuschreiben lassen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen wie etwa den Georg-K.-Glaser-Preis des Landes Rheinland-Pfalz und zuletzt den Preis der Leipziger Buchmesse.

Thomas Melle

Lesung
Thomas Melle
„Die Welt im Rücken“

Foto Thomas Melle
(c) Dagmar Morath

Sonntag, 4. Dezember, 19.30 Uhr
Staatstheater Mainz, Glashaus, 55116 Mainz
Termin im iCal-Format

Eintritte: 9,50 Euro / 4,75 Euro erm.

„Ursachen, Ursachen, Ursachen: Nimm zehn Therapeuten und du hast hundert Ursachen.“

Der Schriftsteller Thomas Melle leidet seit vielen Jahren an der manisch-depressiven Erkrankung, auch bipolare Störung genannt. In dem Roman „Die Welt im Rücken“ erzählt er davon, erzählt von persönlichen Dramen und langsamer Besserung, und gibt einen außergewöhnlichen Einblick in die Innenwelt eines psychisch Erkrankten. Die fesselnde Chronik eines zerrissenen Lebens, ein autobiografisch radikales Werk („Die Fiktion muss pausieren“) von höchster literarischer Kraft!

„Die Welt im Rücken“ steht auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2016.

„Wie Thomas Melle sein eigenes Zerreißen zwischen überfunkenden Nervenenden und nicht mehr kontrollierbaren Synapsenabstürzen als körperlichen wie geistigen Prozess beschreibt, ist schlicht umwerfend.» Cord Riechelmann, taz

Thomas Melle, 1975 in Bonn geboren, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und  Philosophie in Tübingen, Austin (Texas) und Berlin. Er ist Autor vielgespielter Theaterstücke und übersetzte u. a. William T. Vollmanns Roman „Huren für Gloria“. Seine Romane „Sickster“ und „3000 Euro“ wurden hochgelobt und mehrfach ausgezeichnet.

Elisabeth Raether

Lesung
Elisabeth Raether
„Die trinkende Frau“

Foto Elisabeth Raether
(c) Andreas Lux

Mittwoch, 16. November, 20 Uhr
Dorett Bar, Zanggasse 36, 55116 Mainz
Termin im iCal-Format

Eintritt: 7,- Euro / 5,- Euro erm.

Trinkt das „andere Geschlecht“ (Simone de Beauvoir) auch anders? Oder nivellieren sich beim Alkoholgenuss alle vermeintlichen und realen Geschlechterdifferenzen? Diesen und anderen wichtigen Fragen geht die ZEIT-Journalistin Elisabeth Raether in ihrem hilfreichen Brevier „Die trinkende Frau“ nach. Schon jetzt ist davon auszugehen, dass dieses Buch ein Standardwerk zum Trinkverhalten des weiblichen Geschlechts werden wird. Welches Getränk eignet sich dafür, einen Pärchenabend zu sprengen? Welche Beziehungsdynamik entfaltet sich, wenn die Frau genauso viel trinken kann wie der Mann? Alle, die Antwort und Aufklärung in dieser Hinsicht suchen, sollten sich die Veranstaltung, die stilecht in der Mainzer „Dorett Bar“ stattfindet, nicht entgehen lassen.

Elisabeth Raether, geboren 1979, schrieb zusammen mit Jana Hensel in „Neue deutsche Mädchen“ (2008) über einen anderen Feminismus, als ihn Alice Schwarzer verkörpert. Von 2011 bis 2016 erschien ihre Kolumne „Die trinkende Frau“ regelmäßig im „ZEIT-Magazin“. Elisabeth Raether braucht keine Ausrede, um Alkohol zu trinken, und lebt in Hamburg und Berlin.