Philipp Winkler

Lesung
Philipp Winkler
„Hool“

Foto Philipp Winkler
(c) Kat Kaufmann

Freitag, 4. November, 20.00 Uhr
Drusussaal, Zitadelle, Bau E, Am 87er Denkmal, 55131 Mainz
Termin im iCal-Format

Eintritt: 9,- Euro / 7,- Euro erm

Heiko Kolbe, der Protagonist in Philipp Winklers Debütroman „Hool“ ist das, was man landläufig einen Hooligan nennt: Ein leidenschaftlicher Anhänger von Hannover 96 (ja, das gibt’s) und zusammen mit seinen „Blutsbrüdern“ immer darauf aus, anderen Hools – man kann es nicht anders sagen – richtig auf die Fresse zu hauen. Eine nicht unbedingt sympathische Welt aus Muckibude, Testosteronwahn und Drogen aller Art, die Winkler aber mit großer Präzision und Einfühlung beschreibt. Und endlich mal wieder ein Buch, das hart und komisch von der bisweilen rauen deutschen Gegenwart erzählt.

Ein Roman wie eine Blutgrätsche – der völlig zu Recht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2016 steht! Und jüngst den aspekte-Literaturpreis erhalten hat.

„Hool“ ist ein Wirkungstreffer und der nachhallendste Debütroman des Jahres.“
Frankfurter Neue Presse

„Es gebe zu wenige Romane, die von der deutschen Wirklichkeit erzählen, sagen manche. Hier ist einer.“
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

„Philipp Winkler ist die literarische Entdeckung der Saison.“
Hamburger Abendblatt

Lesungen in Mainz – Überblick Programm 2.2016

Unsere Lesungen in Mainz im Überblick
Programm 2/2016

Heinz Strunk
Foto Heinz Strunk
(c) Dennis Dirksen

»Der goldene Handschuh«
Sonntag, 23. Oktober, 20 Uhr  (Termin als .ics)
Capitol-Kino, Mainz

Frank Jakubzik
Foto Frank Jakubzik
(c) Stephanie Koch

»In der mittleren Ebene«
Samstag, 29. Oktober, 20 Uhr (Termin als .ics)
Buchhandlung Bukafski, Mainz

Philipp Winkler
Foto Philipp Winkler
(c) Kat Kaufmann

»Hool«
Freitag, 4. November, 20 Uhr (Termin im iCal-Format)
Zitadelle, Drusus-Saal, Mainz

Elisabeth Raether
Foto Elisabeth Raether
(c) Andreas Lux

»Die trinkende Frau«, 20 Uhr (Termin im iCal-Format)
Mittwoch, 16. November
Dorett Bar, Mainz

Thomas Melle
Foto Thomas Melle
(c) Dagmar Morath

»Die Welt im Rücken«
Sonntag, 4. Dezember, 19.30 Uhr (Termin im iCal-Format)
Staatstheater Mainz

David Wagner
Foto David Wagner
(c) Susanne Schleyer

»Ein Zimmer im Hotel«
Donnerstag, 8. Dezember, 19 Uhr (Termin im iCal-Format)
Lomo Buchbar, Mainz

Frank Jakubzik

Lesung
Frank Jakubzik
„In der mittleren Ebene“

Samstag, 29. Oktober
Beginn: 20 Uhr
Buchhandlung Bukafski, Kurfürstenstraße 9, Mainz
Eintritt: 7 Euro / erm. 5 Euro
(Termin im iCal-Format)

Foto Frank Jakubzik
(c) Stephanie Koch

Es beginnt mit einem ebenso allgegenwärtigen wie zumeist überhörten Stöhnen: Die Mitarbeiter „in der mittleren Ebene“ des IT-Konzerns McWorthy leiden unter den Zumutungen ihres Jobs. Nie können sie sicher sein, wo sie sich befinden und wohin sie unterwegs sind (oder sein sollten). Letztes Mittel der Selbstbewahrung: die Flucht ins Irrationale. Das Upgrade in die First Class wird zum Lebenszweck; die Opferung eines USB-Sticks zum Karriere-Boost, der eigene Unfalltod im geliebten Cabrio zum erleichternden Wunschtraum.

Mit allen möglichen Einbildungen und Fiktionen versuchen die Figuren dieser „Erzählungen aus den kapitalistischen Jahren“ – so der Untertitel von Jakubziks literarischem Debüt – sich das Arbeitsleben erträglich zu machen. Unausgesprochen steht hinter allem die Frage: Warum halten wir das alles aus?

Frank Jakubzik, 1965 in Kassel geboren, lebt und arbeitet in Mainz-Bretzenheim. Neben Übersetzungen (Zygmunt Bauman, G. K. Chesterton, Colin Crouch, Franco Moretti u.a.) verfasst und veröffentlicht er Prosa. „In der mittleren Ebene“ ist sein Erzähldebüt im Suhrkamp Verlag.

Heinz Strunk

Lesung
Heinz Strunk
„Der goldene Handschuh“

Sonntag, 23. Oktober, 20 Uhr
Capitol-Kino, Neubrunnenstraße 9, 55116 Mainz
Termin im iCal-Format

Vorverkauf: 16 Euro (im Capitol-Kino und in der Buchhandlung Bukafski)
Abendkasse: 18 Euro

Foto Heinz Strunk
(c) Dennis Dirksen

Bislang war das eine Drittel von „Studio Braun“ und „Fraktus“ eher als in allen Medien wildernder Komiker im Gedächtnis. Zwar ist Strunk schon seit vielen Jahren auch Schriftsteller („Fleisch ist mein Gemüse“!) – aber eben oft mit jenen popkulturellen, autobiografischen und humoristischen Hintergründen, die viele Prominente den Versuch wagen lassen, sich mit bedruckten Seiten ein neues Standbein zu verschaffen.

Mit der Veröffentlichung seines Romans „Der goldene Handschuh“ nimmt seine Vita eine erstaunliche Wendung: Die Geschichte des realen Frauenmörders Fritz Honka lotet die Kaputtheit des Mikrokosmos Kneipe so weit aus, dass weit mehr zurückbleibt als das selbstgerechte Lachen über gescheiterte Existenzen. Im unaufhaltsamen Absturz gehen Menschlichkeit und Würde verloren und diese nur im Suff erträgliche Ausweglosigkeit wird zum Nährboden einer Mordserie.

Heinz Strunk verlässt also mit „Der goldene Handschuh“ unwiderruflich die Komikecke und schreibt sich auf die hell ausgeleuchteten Sofas des hohen Literaturbetriebs ein, so dass dem biederbürgerlichen Feuilleton die Pfeife aus der Hand fällt. Man spricht von einem „Stilwunder“ (FAZ), einem „formvollendeten“ (NZZ), „faszinierend unheimlichen“ (taz) und „brillanten, atmosphärisch hackendichten Roman“ (Bayern 2). Alle Achtung!

Eine Veranstaltung des LiteraturBüro Mainz e.V. in Kooperation mit den Programmkinos Mainz

 

Christoph Höhtker

Lesung
Christoph Höhtker
„Alles sehen“

Freitag, 3. Juni 2016
Beginn: 20.00 Uhr
Buchhandlung Bukafski, Kurfürstenstraße 9
Eintritt: 7,00 Euro/erm. 5,00 Euro

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(c) Alexandra Sonntag

Wir haben die Zukunft der deutschsprachigen Literatur gesehen – und sie heißt Christoph Höhtker! Oder kann ein Autor schlecht sein, der zugleich von Jochen Distelmeyer, Rocko Schamoni und Frank Schulz gelobt wird?

„Alles sehen“, der neue Roman Höhtkers, ist das hochkomische Porträt der Stadt B. und einiger ihrer Bewohner. Da ist Michael Brandt, der Slacker und Studienabbrecher, der bei einem kommunistischen Kurierdienst anheuert, Marion, die mit Jan liiert ist, der aber am liebsten nur mit seinen Fahrrädern spricht. Und natürlich Marions Ex-Freund Frank Stremmer, den Höhtker-Fans bereits aus dessen Debüt „Die schreckliche Wirklichkeit des Lebens an meiner Seite“ kennen. Ein Roman von „Doppelbödig- und Welthaltigkeit, zeitgenössische Relevanz, Sexiness und speziellen Humor“ (Frank Schulz, Die Welt), der so wichtige Fragen klärt wie: „Wie wirken Drogen an einem Ort, der selber Droge ist“?

Für Leser, „die noch an die Neuerfindung des Romans glauben.“ (WDR 1LIVE Klubbing)

Christoph Höhtker, geboren 1967 in Bielefeld, studierte Soziologie, war Taxifahrer, Sprachlehrer, Werbetexter. 2013 veröffentlichte er sein Debüt „Die schreckliche Wirklichkeit des Lebens an meiner Seite“. Höhtker lebt und arbeitet in Genf.