Ich
schmeiße den Job. Ganz einfach. Auf die Lösung hatte mich das
Mädchen gebracht, das an meinem Tisch saß, ohne dass ich es wollte.
Wir tranken, und der Aperol hinterließ eine leuchtende Spur auf der
Tischdecke. Papier, zum Wegwerfen gedacht. Wie die Texte, die ich schrieb,
für meine Zuschauer, Fernsehpublikum. Zuhörer wäre das bessere
Wort, dachte ich, nicht zum ersten Mal, und wie schön, dass es das
gab, ein erstes Mal. Ich hatte die Flucht angetreten vor dem Gleichen, das
mich ein- und sich wiederholte. Urlaub nannten sie es. Durch das Glas leuchtete
das Kleid des Mädchens sehr blau und ich fragte mich, ob so ein Leben
beginnen könnte.
Der Anfang war wichtig. Am Tag vor den Anschlägen schrieb ich: Der Favorit ist gescheitert. Gemeint waren Paris und die Olympischen Spiele, es sollte sportlich klingen. Eine Stadt war gegen die andere angetreten, und nun hatte London gesiegt für 2012, bis dahin würden Kinder erwachsen und neue geboren. Die vier Worte, die ich auf einer Seite im Internet gefunden hatte, schienen dem Moment gerecht zu werden. Es freute mich, mal nicht mit Toten aufmachen zu müssen, und auch unser Reporter am Trafalgar Square verstand etwas von Wettkampfprosa. Einer der großen Gewinner, verkündete er, hieße Tony Blair. Der Premier gab noch eine Pressekonferenz, Strahlen in den Augen, die Haare gefönt, bevor er nach Schottland reiste, ins Golferparadies Gleneagles, Geschichte machen.
Nach acht Stunden verließ ich den Sender, acht Stunden, in denen ein Teil der Erdoberfläche Sonne getankt hatte, Tausende Kilometer Äquator, auf denen sich Grashalme gestreckt und Käfer begattet hatten. Auf denen Männer beteten und Frauen zur Arbeit gingen, Kinder aufs Feld geschickt wurden, anstatt in der Schule zu sitzen, Alte bettelten, weil die Armenhäuser überfüllt waren. Ich selbst fuhr nach Hause, zu meinem Sohn und Sabine; sie hatte gekocht. Als ich die Spätsendung und Tony Blair seine erste Portion schottischen Schafsmagen verdaut hatte, begann für ein paar Männer in London bereits Tag X. Die Stadt sollte bluten. Trank Blair jetzt Whisky? Sabine hatte mir Bier hingestellt.
Am nächsten Morgen stand ich früh auf, ging laufen, der Himmel war wolkenlos, und ein Streit mit meiner Frau wäre das Schlimmste, dachte ich, was mir heute passieren könnte. Bis um elf die Meldung kam, auf die die Welt angeblich schon lange gewartet hatte: Terror. In London. Sabine holte eine rosa Krawatte aus dem Schrank, und auf der Fahrt in die Redaktion sprang in meinem Kopf das Fach fürs Schlimme auf. Nach der Party kam der Terror - gestern noch feiern, heute schon sterben. Die Sätze waren schon fertig, bevor ich ins Büro kam. Dort flimmerten Bilder über die Mattscheibe, aus Hubschraubern gefilmt, Fetzen in Farbe, auf denen das Auge automatisch rot suchte, sich festsaugte, wenn es das fand; doch zum Rausch blieb keine Zeit, drei, höchstens vier Sekunden durften solche Bilder zappeln, mehr war nicht zu ertragen, hatten Meinungsforscher erfragt. Wir gingen auf Sendung und blieben für Stunden; andere Themen wurden ausgeblendet. Die Schwere der Welt und das Gute, die Attentate und die Orden wogen in der Nachrichtenredaktion gleich viel. Im Büro herrschte ein Vakuum, in dem Feder und Stahlkugel gleich schnell fielen, zur selben Zeit aufschlugen. Justitia war blind, die Waagschalen leer. Die Erde rund, die Sendung gerade. Wir berichteten von oben nach unten, an welcher Stelle die Themen rangierten, richtete sich nach dem Gefühl – Freude wecken, zu Tränen rühren, Unmut schüren.
Die Eiswürfel in meinem Drink hatten sich aufgelöst. Das Restaurant, in dem das Mädchen mich ansprach, lag am Luganer See. Wassertemperatur 16 Grad, eine Oberfläche, die der Wind kaum zum Tanzen brachte, Bergrücken am anderen Ufer, unbewohnt, felsig. Ich zog befestigte Promenaden vor, Orte, in denen seit Jahrhunderten geruht und geschwommen wurde, Zeugen einer Zeit, die harmonisch schien, weil es sie nicht mehr gab. Jede Granitplatte ein Seufzer. Ich bewegte mich durch das Städtchen wie ein Einheimischer, kannte bald die Geschäfte, wusste wo Pizza und Kaffee schmeckten. Im „Verbana“ ließ ich mich häufig nieder, bestellte Wein zum Fisch, und blickte auf das Wasser, als hätte ich Amerika entdeckt.
An jenem Abend saß sie mir gegenüber, eine Sonnenbrille auf der Nase, die ihr halbes Gesicht verdeckte. Die Haare fielen ins Gesicht und über die Schultern, schwarz. Sie mochte Mitte zwanzig sein und las ein Buch, das sie zur Seite legte, wenn der Kellner ihr einen weiteren Gang servierte. Fünf Mal lief der Junge mit der Schürze an ihren Tisch. Ich aß in der Zeit ein Stück Hecht mit Pommes. Nur selten hob das Mädchen den Blick von Teller oder Lektüre, und so beobachtete ich sie, wie eine rätselhafte Darstellerin auf meiner Urlaubsbühne. Als der Ober ein weiteres Mal zu ihr eilte, stolperte und dabei eine Pizza verlor, lachte ich auf. Tatjana sah mich an, und die Räder in meinem Kopf blieben stehen.
Die Londoner U-Bahn brannte, und ich zog ein schwarzes Jackett an. Im Büro hing eins bereit, seit der Papst im Sterben lag. Wir mussten auf alles gefasst sein. Vieles an den Anschlägen erinnere an die Zugbomben von Madrid, zitierte ich einen Experten. Auch Blair ging von islamistischen Tätern aus. Ringe hatte er unter den Augen, das Hemd zerknittert. Er musste zurück in die Hauptstadt, Menschen trösten, sich blicken lassen. Der Rasen von Gleneagles wurde zur Bühne, man bemühte sich um Haltung, bloß nicht zusammenbrechen, die Erde drehte sich weiter. Tausende Kilometer, von der Sonne beschienen, Mütter, die ihre Babys am Strand eincremten, Väter, die sich eine Sportzeitung kauften, Kinder, die eine Burg aus Quallen bauten.
Tatjana war aufgestanden, hatte den Rock glattgestrichen, bezahlt und die Rechnung ins Buch gelegt. Der Kellner deutete einen Bückling an, bevor er zurück in die Küche huschte, schmutzige Teller in jeder Hand, Schweißtropfen auf der Oberlippe. Das Mädchen blieb stehen, wandte den Kopf zum See und dann zu mir, rasch, als hätte sie Angst, ich könnte in der Zwischenzeit verschwinden. Es habe sie Mut gekostet, mich anzusprechen, sagte sie später, als sie mir gegenüber saß und den Bitter trank, den ich bestellt hatte. Mut, der sie im Allgemeinen nicht im Stich ließ, wie sie erklärte und mit einem Lächeln garnierte, das eine Reihe starker Zähne freigab, deren zwei vorderste sich ein wenig kreuzten. Ich erzählte ihr, woher ich kam – aus Hamburg, und dass ich Ruhe suchte – in den Bergen. Ihre Herkunft wollte sie nicht preisgeben. Wir sprachen Englisch, das aus ihrem Mund nach Osteuropa klang. Russland, rief ich begeistert, als hätte sie mir ein Rätsel gestellt. Sie girrte ein Lachen, das mich einhüllte und wärmte – Pelzlachen, dachte ich, und Pelzfrau, und dass man so einer gern teure Geschenke machte. Woher wissen Sie, fragte das Mädchen. Ich zuckte mit den Schultern. Ihr Akzent, deutete ich an und beendete im Geist ‚verrät Sie’, sprach es aber nicht aus. Warum nehmen Sie die Brille nicht ab, wollte ich wissen und sah, dass sie die Frage kränkte. Italienische Mode, behauptete sie, zog dann aber das Gestell vom Gesicht und spitzte den Mund.
Ihre Augen waren schräg geschnitten und glänzten fiebrig. Sie hatten eine Farbe, wie man sie häufig bei Säuglingen sieht, eine Mischung aus violett und schwarz. Vorwurfsvoll sah sie mich an, hatte meinen Wunsch erfüllt, jetzt sollte ich zurecht kommen mit dem Brombeerblick. Gern hätte ich sie gebeten, die Brille wieder aufzusetzen, das Gesicht war mir plötzlich zu ernst, erinnerte mich an Bilder, die ich tief in mir glaubte begraben zu haben. Ein Schild, Neonschrift, „Nord-Ost“ stand da in kyrillischen Buchstaben, Nacht, Soldaten, ein Theater in Moskau. Schwarze Witwe, zischelte es unter meiner Schädeldecke, fehlt nur der Schleier. Und wie zur Bestätigung murmelte sie, in meiner Heimat hättest du mich nicht erkannt. You had not recognised me. But I did not know you before, erwiderte ich, und wartete auf ein Lächeln. Aber es kam keins.
Lächeln wollte gelernt sein. Tag eins hieß Tote zählen, über die Fahndung berichten, von mutmaßlichen Tätern, nach denen gesucht wurde, fieberhaft, aber das kam nicht in meinen Text, war es doch schwer vorstellbar, dass Menschen mit 40 Grad Körpertemperatur sich auf die Suche nach Gangstern machten. Sabine hatte mir eine hellblaue Krawatte rausgesucht, was Versöhnliches, alberte sie am Frühstückstisch. Ihr Humor gefiel mir, ich freute mich auf einen gemeinsamen Abend im Freien. Es war warm. Tage würde es noch dauern, bis die Toten identifiziert wären, tippte ich in den Computer. Der Text strömte, Landregen, schon bald, wusste ich, würde er in Nieseln übergehen und schließlich in Tröpfeln, würde die Erinnerung kaum noch hörbar sein, hinter den Fenstern. Die Stadt versucht, zur Normalität zurückzukehren, schrieb ich und wusste, dass es falsch war, ein Nullsatz, Null Information. Wer den Horror erlebt hatte, würde vielleicht nie wieder gesund, und wer nicht dabei gewesen war, schwebte in seiner Blase still vor sich hin. Vier Tage hielt der Regen, bis ich zurück nach Deutschland bat. Hier war es trocken, es sollte gewählt werden, die Tartanbahn frisch versiegelt, das Rennen konnte beginnen.
Was lesen Sie da? Ich zeigte auf das Buch, in dem ihre Rechnung steckte,
und Tatjana schmunzelte. Ein Geheimnis, sagte sie, a mistery. Meine Augen
bettelten, ich ließ die Zunge heraushängen, like a dog, und legte
die Hände wie Pfoten neben mein Gesicht, bis sie mir den Brocken rüberschob.
Ein Italienisch-Lehrbuch. Ich war enttäuscht. It’s for my new
life, erklärte sie, und legte die Hand auf den Einband, als wollte
sie einen Eid auf diesen Neubeginn schwören. Mi chiamo Tatjana, e tu?
Mi chiamo Wolf, sagte ich und legte meine Hand dazu.
Der Favorit ist gescheitert, dachte ich, als sie ihre Finger unter meinen
hervorzog und in ihrer Tasche nach Zigaretten suchte. Here you are, ich
legte ihr eine Packung Camel neben das Glas und zückte ein Feuerzeug.
Thank you, sagte sie, und die Hand, mit denen sie den Stängel zwischen
die Lippen klemmte, zitterte. Ich will aufhören, bekannte ich, und
dachte: den Job schmeißen. Ihre Augen schimmerten schwarz und dann
wieder blau, Flügel eines Raubvogels, der nichts dafür konnte,
dass er nur von Mäusen und Ratten satt wurde. Me too, fielen ihr zwei
Worte aus dem Mund, ich auch. Ich meine das Rauchen, warf ich ein, und sie
lachte, wenn ich nur das gemeint hätte, hätte ich es nicht betonen
müssen. Stimmt, gab ich zu und vermischte mein Glucksen mit ihrem Girren,
bis das Gelächter nackt vor uns auf dem Tisch lag und wir uns anstarrten
wie Sünder.
Auf Tag eins folgte Tag zwei, dann der dritte und vierte. Während mir die Moderationen durch die Finger schlüpften, badete ich meinen Kopf schon in Unschuld, sehnte das Wochenende herbei und den Alltag, der bald wieder einkehren würde, in Großbritannien und in Deutschland. Herbeireden würde ich ihn, mit einer Routine, die sich gewaschen hatte - ohne damit zu rechnen, dass auch Bombenbauer Rituale liebten. Zwei Wochen dauerte die Ruhe. Dann griffen sie wieder an. Meine Frau hatte mir Kraft für den Tag gewünscht und Erfolg für die Sendung. Ich zerriss den Zettel. Eine gelbe Krawatte baumelte um meinen Hals, man trug Pastell, wenn man Normalität wollte. Nur wusste ich nicht mehr, was das hieß. Die Bilder hatten sich ihren Weg zurück gebahnt, schossen hoch wie eine Fontäne, bespritzten mein Gesicht, meine Augen, bis ich sie erkannte - Männer mit Bärten, hochgereckte Ärsche in Moscheen, blutüberströmte Gesichter, der abgeschlagene Kopf einer Geisel, die verkohlten Beine eines getöteten GIs. Die Deutsche Bahn hatte inzwischen ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Ein altersschwacher Innenminister wurde vor die Mikros gezerrt, man mochte ihm nicht mehr glauben, so kurz nach der geplant gescheiterten Vertrauensfrage im Parlament, ein Ergebener, dachte ich. Es gäbe keine akute Bedrohung, beruhigte der Mann, aber wir befänden uns in einem allgemeinen Gefahrenraum. Was das hieß, führte er nicht aus. Meine Krawatte hellgelb. Das Pflaster, der Schwarzbalken, der über die Schrecken gelegt werden sollte, platzte ab. Keine Panik, hieß es, die Täter würden gestellt, aber die Bilder waren so voller Grauen und Scherben, dass ich nicht wusste, wie ich die Menschen weiter glauben machen sollte, alles werde gut. Londons Bürgermeister Livingstone war wieder mit der U-Bahn zur Arbeit gefahren, business as usual, aber auf die Frage eines Journalisten hatte er geantwortet, nein, normal sei das nicht für ihn. Ich schrieb Sabine, sie möge mir Worte mitbringen, vom Shoppen. Dann nahm ich Urlaub.
Tatjana hatte sich bei mir eingehakt, wir liefen am Ufer entlang. Kinder spielten mit einem Skateboard und freuten sich, wenn es erst am Geländer zum Stehen kam. Noch mehr Spaß hätten sie, wenn es in den See rollte, kreischen würden sie vor Wonne, dass das Unvorstellbare geschehen sei, das Verbotene, die Grenzen überschritten, ganz ohne ihr Zutun, die Räder waren rund, es war nicht ihre Schuld. In einem Café kauften wir Eis und schlenderten an den Restaurants vorbei, den gebräunten Urlaubern und den gehetzten Kellnern. Wollen wir uns setzen, fragte ich, und zeigte auf eine Bank am Wasser. Sie nickte und wisperte, dass sie sich nun wie im Film fühlte, wie in Hollywood. Davon habe sie immer geträumt, und lehnte ihren Kopf an meine Schulter. Me too, flüsterte ich und wusste nicht, ob wir das Gleiche meinten. Ich bin es Leid, über Tote zu berichten, gestand ich, weniger Tatjana als mir selbst gegenüber und betrachtete den Mond, der über den Bergen hing, ein Halbkreis mit ausgefranstem Rand. Und wenn du über mich schreiben würdest, fragte sie. Ich sah sie an, den Pappbecher mit dem Eis in der Hand, die Sonnenbrille in den Haaren, die Fingernägel, der Schmuck – warum solltest du sterben? Sie zuckte die Achseln. Das entscheide nicht ich, begann sie, und ihre Stimme klang rau. Sie habe sich dieses Leben nicht ausgesucht, ob ich mir vorstellen könnte, wie es sei zu töten? Das konnte ich nicht, und mir lag auch nichts daran. Dann würde ich sie nicht verstehen. Ob wir weitergehen könnten? Ich bot ihr wieder meinen Arm an, doch diesmal reagierte sie nicht. Wir liefen den Rand des Sees ab wie Tausende vor uns, doch mit einem Mal war mir die Wiederholung willkommen. Die Luft hatte sich abgekühlt, ich legte Tatjana einen Pullover um die Schultern und meinen Arm dazu, was sie geschehen ließ. Du könntest ihr Vater sein, zischte ein Stimmchen in meinem Kopf, aber ich lachte es aus, wir sind erwachsen, und mein Leben würde neu beginnen. Mit einem Ruck blieb Tatjana stehen, hielt mich fest, du kannst das, entfuhr es ihr, aufhören, aber ich nicht, verstehst du? Ja, stotterte ich, und was sie denn meine. Das wüsste ich, hätte es doch mit dem Politischen, es ginge um ihr Leben und das ihrer Familie, Brüder, Cousins. Ein Sortiment an Grausamkeiten zählte sie auf, der Sinn wurde mir nicht ganz klar, ich verstand nur, dass es um Rache ging und Russland.
Als die Nacht heller wurde, lag sie neben mir im Hotel auf dem Bett. Ihre
Haare glitzerten, und eine Hand hatte sie auf meinen Bauch gelegt, ein pulsierendes,
blaugeädertes Stück Mensch. Zärtlichkeiten hingen im Raum.
Ich fühlte mich erfrischt wie nach einem Bad und hatte kein Auge zugetan.
Meine Lust an Überraschungen war gestillt. Wie erbärmlich, dachte
ich, und dass ich mehr von mir erwartet hätte. Standhaftigkeit, Mut,
einen anderen Weg zu gehen. Die Frage ist wie du schreibst, nicht worüber,
hatte Tatjana gemurmelt, bevor sie einschlief, und dass ich es leichter
hätte als sie, etwas zu ändern. Ihr Kampf hatte noch nicht begonnen,
der tödliche nicht, und der in ein anderes Leben ebenso wenig. Sie
hätte sich nur erholen wollen, meinte sie, bei Eis und dolce vita.
Mut sammeln für das, was sie Bestimmung nannte. Ich wollte entgegnen,
dass sie zu jung sei, um so zu reden, aber sie hatte schon die Augen geschlossen,
sich verabschiedet in ihre Welt. Und da wusste ich, dass ich es ihr nachtun
würde. Dass auch ich weitergehen würde, eine Krawatte aussuchen,
ein Jackett, schreiben und in Kameras lächeln. Dem Scheitern war ich
nicht gewachsen.