
ich webe
die sprache
so dicht
dass man
gefangene
abseilen könnte
an ihr
die männer trojas
flohen
am haar
ihrer frauen
die blieben zurück
und kämmten
was nachwuchs
die laken sind weiß
im haus meiner mutter
weiß ist dein samen
wo ich schlafe
ist niemand der früher aufsteht
du schläfst bei regen
mein lager verlasse ich morgens allein
weiß ist mein lager
dass er doch
sich nicht finden möge
in diesem gedicht
dass er weiterschliefe
und zitternde traumlaute machte
die ich
von seinen lippen nähme
mit den fingerspitzen
und zählte von seinen augen
die ängste der nacht
er trägt auf den lidern
das zucken
der schlafenden
dort ist er weit
und doch kann ich
an meiner seite
das alphabet
seines gesichts
buchstabieren
guten morgen
guten
morgen
meiner
mein junge
den geliebten namen
hinter die schneidezähne
drücken
wie ein weiches bonbon
mit der zunge
an den gaumen
guten
morgen
guten morgen
mein kind
das kissen neben dir
plattdrücken
dass dein gesicht
zu sehen ist
mein junge
mein kind
mensch
guten
guten morgen
dass du da bist
da
wer hätte
das gedacht
ich kaufe dir brot
ich stehe auf
und gehe durch regen
um dir brot zu kaufen
ich komme zurück
ich trockne mein haar bei dir
ich habe dir brot gekauft
du brauchst viel schlaf
ich sorge dass deine nächte sicher sind
ich kaufe dir brot
meine zeilen sind jung
das gedicht
fordert
mit jeder zeile
ein geprüftes stück
leben
neben der anrichte
im flur
stehen
die ausgetretenen stiefel
vom letzten winter
die tragen
die kälte
meiner füße
von dreiundsiebzig tagen