Schreibwettbewerb Durchschrift 2016

Startschuss für die vierte Runde des landesweiten Schreibwettbewerbs „Durchschrift“: Nach einer beeindruckenden Resonanz auf die drei ersten Runden können Jugendliche und junge Erwachsene erneut ihr literarisches Können unter Beweis stellen.

Ins Leben gerufen hat die Landesregierung die Initiative 2013.  Auch die neue Wettbewerbsrunde richtet sich an 13- bis 23-Jährige, die ein nachhaltiges Interesse am literarischen Schreiben haben. Eine hochkarätig besetzte Jury wird erneut die eingereichten Texte sichten und die besten für eine Veröffentlichung auswählen.
Die Jurorinnen und Juroren suchen zudem vier Hauptgewinnerinnen beziehungsweise Hauptgewinner aus, die sie exklusiv betreuen werden. Die Ausgewählten haben ein Jahr lang die Möglichkeit, mit ihrer Mentorin oder ihrem Mentor an den eigenen Texten zu arbeiten.
Für diese vierte Runde stehen die bekannten Autorinnen und Autoren Ruth Johanna Benrath, Annegret Held, Jens Schumacher und Ken Yamamoto als Jurorinnen und Juroren und  damit zugleich als Mentorinnen und Mentoren zur Verfügung.
Mitmachen kann, wer in Rheinland-Pfalz lebt beziehungsweise hier zur Schule geht, hier studiert, eine Ausbildung macht oder hier arbeitet.

Einzureichen sind:

  • Unveröffentlichte Prosa- oder Lyriktexte
  • Der Umfang des eingereichten Textes/der eingereichten Texte soll zehn Seiten à 30 Zeilen/60 Anschläge (Schriftgröße: Arial 12) nicht übersteigen. Dies ist eine Maximalgröße; kürzere Texte sind ausdrücklich willkommen.
  • Das Anschreiben muss die Adresse und Kontaktdaten (Telefonnummer und Mailadresse) der Absenderin beziehungsweise des Absenders sowie einen kurzen Lebenslauf unter Angabe des Geburtsortes und -datums sowie des Bezugs zum Land Rheinland-Pfalz enthalten.
  • Die Texte müssen von den Absenderinnen und Absendern in deutscher Sprache selbstverfasst sein.
  • Mit der Einsendung wird dem Land Rheinland-Pfalz das Recht zur Veröffentlichung des eingereichten Textes beziehungsweise der eingereichten Texte übertragen. Dieses Recht schließt auch ggf. nötige Kürzungen an den eingereichten Texten ein.

Der Text bzw. die Texte sind als Word-Dokument in elektronischer und postalischer Form an ulrike.spangenberg (at) mwwk.rlp.de sowie an das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Referat 15225, Postfach 3220, 55022 Mainz zu richten.

Es können nur Beiträge für den Wettbewerb berücksichtigt werden, die die genannten Anforderungen erfüllen.

Bewerbungsschluss ist der 4. November 2016. (Für 2017 ist eine Ausschreibung geplant.)

Mehr unter http://kulturland.rlp.de/de/newsletter/newsletter-abmeldung/newsletterarchiv/detail/news/detail/News/schreibwettbewerb-gestartet

Frank Jakubzik

Lesung
Frank Jakubzik
„In der mittleren Ebene“

Samstag, 29. Oktober
Beginn: 20 Uhr
Buchhandlung Bukafski, Kurfürstenstraße 9, Mainz
Eintritt: 7 Euro / erm. 5 Euro
(Termin im iCal-Format)

Foto Frank Jakubzik
(c) Stephanie Koch

Es beginnt mit einem ebenso allgegenwärtigen wie zumeist überhörten Stöhnen: Die Mitarbeiter „in der mittleren Ebene“ des IT-Konzerns McWorthy leiden unter den Zumutungen ihres Jobs. Nie können sie sicher sein, wo sie sich befinden und wohin sie unterwegs sind (oder sein sollten). Letztes Mittel der Selbstbewahrung: die Flucht ins Irrationale. Das Upgrade in die First Class wird zum Lebenszweck; die Opferung eines USB-Sticks zum Karriere-Boost, der eigene Unfalltod im geliebten Cabrio zum erleichternden Wunschtraum.

Mit allen möglichen Einbildungen und Fiktionen versuchen die Figuren dieser „Erzählungen aus den kapitalistischen Jahren“ – so der Untertitel von Jakubziks literarischem Debüt – sich das Arbeitsleben erträglich zu machen. Unausgesprochen steht hinter allem die Frage: Warum halten wir das alles aus?

Frank Jakubzik, 1965 in Kassel geboren, lebt und arbeitet in Mainz-Bretzenheim. Neben Übersetzungen (Zygmunt Bauman, G. K. Chesterton, Colin Crouch, Franco Moretti u.a.) verfasst und veröffentlicht er Prosa. „In der mittleren Ebene“ ist sein Erzähldebüt im Suhrkamp Verlag.

Heinz Strunk

Lesung
Heinz Strunk
„Der goldene Handschuh“

Sonntag, 23. Oktober, 20 Uhr
Capitol-Kino, Neubrunnenstraße 9, 55116 Mainz
Termin im iCal-Format

Vorverkauf: 16 Euro (im Capitol-Kino und in der Buchhandlung Bukafski)
Abendkasse: 18 Euro

Foto Heinz Strunk
(c) Dennis Dirksen

Bislang war das eine Drittel von „Studio Braun“ und „Fraktus“ eher als in allen Medien wildernder Komiker im Gedächtnis. Zwar ist Strunk schon seit vielen Jahren auch Schriftsteller („Fleisch ist mein Gemüse“!) – aber eben oft mit jenen popkulturellen, autobiografischen und humoristischen Hintergründen, die viele Prominente den Versuch wagen lassen, sich mit bedruckten Seiten ein neues Standbein zu verschaffen.

Mit der Veröffentlichung seines Romans „Der goldene Handschuh“ nimmt seine Vita eine erstaunliche Wendung: Die Geschichte des realen Frauenmörders Fritz Honka lotet die Kaputtheit des Mikrokosmos Kneipe so weit aus, dass weit mehr zurückbleibt als das selbstgerechte Lachen über gescheiterte Existenzen. Im unaufhaltsamen Absturz gehen Menschlichkeit und Würde verloren und diese nur im Suff erträgliche Ausweglosigkeit wird zum Nährboden einer Mordserie.

Heinz Strunk verlässt also mit „Der goldene Handschuh“ unwiderruflich die Komikecke und schreibt sich auf die hell ausgeleuchteten Sofas des hohen Literaturbetriebs ein, so dass dem biederbürgerlichen Feuilleton die Pfeife aus der Hand fällt. Man spricht von einem „Stilwunder“ (FAZ), einem „formvollendeten“ (NZZ), „faszinierend unheimlichen“ (taz) und „brillanten, atmosphärisch hackendichten Roman“ (Bayern 2). Alle Achtung!

Eine Veranstaltung des LiteraturBüro Mainz e.V. in Kooperation mit den Programmkinos Mainz

 

Treffen junger Autoren 2016

Für die diesjährige Ausschreibung des Treffens junger Autorinnen und Autoren ist am 15. Juli 2016 Einsendeschluss.

treffen-junger-autorenBewerben können sich Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 21 Jahren aus allen Schulformen oder Ausbildungswegen. Thematisch gibt es keine Einschränkungen. Eingereicht werden können alle Textformen: Prosa, Lyrik und Dramen aller Genres – von Alltags- und Beziehungsgeschichten über Coming of Age bis Krimi, Fantasy, Science Fiction oder Märchen oder was sonst geschrieben werden will.

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs werden im September 2016 bekannt gegeben und zum Treffen nach Berlin eingeladen. Weitere Infos finden Sie hier.

Infos zu Fördermöglichkeiten für junge Autor_innen in Rheinland-Pfalz

Christoph Höhtker

Lesung
Christoph Höhtker
„Alles sehen“

Freitag, 3. Juni 2016
Beginn: 20.00 Uhr
Buchhandlung Bukafski, Kurfürstenstraße 9
Eintritt: 7,00 Euro/erm. 5,00 Euro

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(c) Alexandra Sonntag

Wir haben die Zukunft der deutschsprachigen Literatur gesehen – und sie heißt Christoph Höhtker! Oder kann ein Autor schlecht sein, der zugleich von Jochen Distelmeyer, Rocko Schamoni und Frank Schulz gelobt wird?

„Alles sehen“, der neue Roman Höhtkers, ist das hochkomische Porträt der Stadt B. und einiger ihrer Bewohner. Da ist Michael Brandt, der Slacker und Studienabbrecher, der bei einem kommunistischen Kurierdienst anheuert, Marion, die mit Jan liiert ist, der aber am liebsten nur mit seinen Fahrrädern spricht. Und natürlich Marions Ex-Freund Frank Stremmer, den Höhtker-Fans bereits aus dessen Debüt „Die schreckliche Wirklichkeit des Lebens an meiner Seite“ kennen. Ein Roman von „Doppelbödig- und Welthaltigkeit, zeitgenössische Relevanz, Sexiness und speziellen Humor“ (Frank Schulz, Die Welt), der so wichtige Fragen klärt wie: „Wie wirken Drogen an einem Ort, der selber Droge ist“?

Für Leser, „die noch an die Neuerfindung des Romans glauben.“ (WDR 1LIVE Klubbing)

Christoph Höhtker, geboren 1967 in Bielefeld, studierte Soziologie, war Taxifahrer, Sprachlehrer, Werbetexter. 2013 veröffentlichte er sein Debüt „Die schreckliche Wirklichkeit des Lebens an meiner Seite“. Höhtker lebt und arbeitet in Genf.