Michel Decar – Tausend deutsche Diskotheken

Donnerstag, 16. Mai
Beginn: 19.30 Uhr

Staatstheater Mainz/Filiale (ehemaliges Karstadt-Gebäude)
Eintritt: 9,50 € / 4,75 € (erm.)

Foto Michel Decar
Foto Michel Michel (c) Niklas Vogt

»White Heat«, das Lied aus dem 1986er Madonna-Album »True Blue«, ist die einzige Spur: Der Song lief im Hintergrund, als Bahnvorstand Mauke eines Nachts einen dubiosen Erpresseranruf aus einer Diskothek erhielt. Mauke beauftragt Frankie, einen abgehalfterten Privatdetektiv, den Erpresser ausfindig zu machen. Was folgt, ist ein wilder Trip durch Musik und Lebensart der alten Bundesrepublik. Frankie wird schnell klar, dass er Teil eines Spiels ist, in dem es um Industriespionage, Doppelagenten, Verrat und Täuschung geht.

»Tausend deutsche Diskotheken« ist ein unterhaltsamer Mix aus Pop-Roman und Hardboiled-Krimi. Vor allem aber ist er eine Zeitreise in die späten 1980er Jahre, die nicht so schön bunt waren wie hie und da gerne behauptet. Trotzdem – oder gerade deshalb – lohnt es sich, mit dem Roman durch die Musikclubs der späten BRD zu ziehen: Clubs, die damals noch »Flair«, »Top Ten« oder »Titanic City« hießen. 

Michel Decar, geboren 1987 in Augsburg, lebt als Schriftsteller, Dramatiker und Hörspielregisseur in Berlin. Für sein dramatisches Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Kleist-Förderpreis. Zuletzt sorgte sein Stück »Philipp Lahm« am Münchner Residenztheater für Furore. »Tausend deutsche Diskotheken« ist sein erster Roman.

Moderation: Alexander Nerlich (Theaterregisseur)

VVK: www.staatstheater-mainz.com

Die Leselampe

Dienstag, 30. April
Einlass: 20.00 Uhr

Dorett Bar, Zanggasse 36
Eintritt: 3,– €

Die Leselampe ist eine junge Lesebühne in Mainz, die Autoren die Möglichkeit bietet, ihre Texte vor Publikum zu präsentieren. 

Im Vordergrund steht der literarische Nachwuchs, allerdings der fortgeschrittene. Zu sehen und zu hören sind Autorinnen und Autoren, die bereits Bücher veröffentlicht haben oder ausgezeichnet wurden, und Wortkünstler, die für ein Livepublikum schreiben. Bei den ersten beiden Leselampen lasen u.a. der Krimiautor und Ex-Gangster Maximilian Pollux und die amtierende Mainzer Literaturförderpreisträgerin Leonie Höckbert. 

Die Leselampe ist ausdrücklich kein Poetry Slam. Gelesen wird sitzend und im Schein der namensstiftenden Leuchtvorrichtung.

Interessierte Autorinnen und Autoren sind einge­laden, sich per Mail an die.leselampe.mainz@gmail.com oder über einen der Social-Media-Kanäle zu bewerben. Auch Musikerinnen und Musiker dürfen sich gerne melden, denn die Leselampe wird musikalisch begleitet.

Kuratiert wird die Leselampe von Sarah Beicht und Ingo Bartsch. Sarah Beicht ist mehrfach ausgezeichnete junge Mainzer Autorin und betreibt den Literaturblog Gutenbergs Letterwald. Ingo Bartsch ist Lesebühnenveteran und legt Anfang April sein Romandebüt vor

Die Leselampe wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz.

Ingo Bartsch – Opakalypse

Dienstag, 16. April
Beginn: 20.00 Uhr

Hafeneck, Frauenlobstr. 93
Eintritt: 7,– €, 5,– € erm.

Foto Ingo Bartsch
Foto Ingo Bartsch (c) Sina El Batanony

2016 beschloss der Autor Ingo Bartsch, sich ein Sabbatical zu gönnen. Angesichts der finan­ziellen Umstände wurde jedoch daraus keine einjährige Weltreise. Stattdessen fing er über eine Zeitarbeitsfirma als Pflegehilfskraft in einem Altenheim an. Es wurde ein intensives, ein manisch-depressives Jahr! Auf der einen Seite die sinnstiftende und unglaublich positive Arbeit für alte Menschen; auf der anderen Seite Frust, Stress und die erschütternde Feststellung, dass Art. 1 GG in Altenheimen widerlegt wird: Die Würde des Menschen ist durchaus antastbar. 

Aus diesem Sabbatical ist der im Piper Verlag erschienene Debütroman »Opakalypse« entstanden: in der Tradition der »investigativen Literatur« von Bukowski bis Wallraff stehend, aber als eine schwarze Komödie angelegt. Denn es ist – wie so oft – einzig der Humor, der hilft, Erschütterndes zu ertragen und zu verarbeiten. Bartsch bleibt in »Opakalypse« seinem Stil treu, den er seit Jahren schon auf Lesebühnen pflegt: temporeich, pointiert, unverblümt.

Ingo Bartsch, 1980 in Kassel geboren und in Nordhessen aufgewachsen, lebt seit 2000 in Mainz und arbeitet als Redakteur eines Stadtmagazins. Nebenbei studiert er Soziale Arbeit, wozu ihn die Erfahrung in der Altenpflege bewogen hat. Er lebt mit Frau und drei Töchtern in Rheinhessen.

Lesungen in Mainz – Programm 1.2019

Literaturbüro Programmheft 1.2019

Ingo Bartsch – Opakalypse
Dienstag, 16. April, Hafeneck

Die Leselampe – eine Lesebühne für Mainz
Dienstag, 30. April, Dorett Bar

Michel Decar – Tausend deutsche Diskotheken
Donnerstag, 16. Mai, Staatstheater (Filiale)

Anke Stelling – Schäfchen im Trockenen
Donnerstag, 13. Juni, Staatstheater (Orchestersaal)

Die Leselampe – eine Lesebühne für Mainz
Dienstag, 18. Juni, Dorett Bar

Philipp Weiss – Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen
Freitag, 5. Juli, Buchhandlung Bukafski

Ronja von Rönne – Jetzt ist noch viel schlechter
Freitag, 25. Oktober, KUZ

Rocko Schamoni – Große Freiheit
Sonntag, 24. November, KUZ

34. Treffen junger Autor*innen

Vom 14. bis 18. November 2019 findet in Berlin das 34. Treffen junger Autor*innen statt. Die Ausschreibung hat jetzt begonnen, Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2019. Hier findet Ihr alle Informationen zur Ausschreibung:

„Wir suchen junge Menschen im Alter von 11 bis 21 Jahren, die selbst schreiben. Gefragt sind Texte in allen Genres – von Lyrik und Dramatik über Kurzprosa bis hin zu experimentellen Erzählformen -, in denen die Autor*innen in eigenen Worten ihre Themen und Sichtweisen ausdrücken.

Eingereicht werden können bis zu zehn Gedichte oder fünf Textseiten.
Mit der Auswahl durch die Jury ist der Wettbewerb abgeschlossen. Der Preis ist die Einladung zum Treffen junger Autor*innen in Berlin mit der Übernahme sämtlicher Kosten für die Teilnahme. Weitere 20 Autor*innen erhalten für ihre Texte einen Buchscheck.

Das Treffen junger Autor*innen versteht sich als literarisches Forum, ein Ort der Begegnung für schreibende Jugendliche. Es bietet den Preisträger*innen die Möglichkeit, sich untereinander, aber auch mit anderen bereits etablierten Schriftsteller*innen und Lektor*innen, auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Ihre ausgewählten Texte präsentieren sie in einer gemeinsamen Lesung vor Publikum.

In täglichen Workshops wird gemeinsam geschrieben und Textkritik geübt. In Lektoratsgesprächen wird der letzte Feinschliff an den prämierten Texten vorgenommen, die gesammelt in einer Anthologie erscheinen. Die Anthologie erhalten alle Bewerber*innen eines Jahrgangs.

Teil des Treffens ist auch ein eintägiges Forum für Pädagog*innen, die sich der Schreibvermittlung in Schulen widmen. Es bietet eine praxisnahe Fortbildung, Diskurs und Austausch untereinander.“

Weitere Informationen unter www.berlinerfestspiele.de/tja