Christian Baron – Schön ist die Nacht

Mittwoch, 16. November
Capitol Kino, Mainz
Beginn: 20.00 Uhr 
Eintritt: 10 €, 8 € (VVK)

Foto Christian Baron
Christian Baron (c) Hans Scherhaufer

Willy sehnt sich nach nichts so sehr wie nach einem normalen Leben. Er will seine Arbeit als Zimmerer gut machen, er will für seine Familie sorgen, er träumt vom eigenen Häuschen. Mit seiner ehrlichen Art stößt er immer wieder an Grenzen, was nichts an seinem Entschluss ändert, anständig zu bleiben. 

Horst, ein ungelernter Hilfsarbeiter, glaubt schon lange nicht mehr daran, auf ehrliche Weise nach oben zu kommen. Er greift zu halbseidenen Mitteln, und seine Existenz entgleitet ihm in dem Maße, in dem er seine Aggressionen nicht im Griff hat. In die Spirale des Abstiegs zieht er seinen Freund Willy hinein – mit katastrophalen Folgen für beide. 

„Horst baut Mist, Willy versucht, ein guter Mensch zu sein: Christian Baron hat mit ‚Schön ist die Nacht‘ eine fulminante Proletariergeschichte geschrieben. Klassenkampf – ist das heute noch relevant? Ja, ist es.“ (Elke Heidenreich, Süddeutsche Zeitung)

Christian Baron, geboren 1985 in Kaiserslautern, lebt in Berlin. Nach dem Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Germanistik in Trier arbeitete er mehrere Jahre als Zeitungsredakteur. 2020 erschien sein literarisches Debüt „Ein Mann seiner Klasse“, wofür er u. a. den Klaus-Michael-Kühne-Preis erhielt. 

Moderation: Arno Frank

Daniel Borgeldt – Schnulzenroman

Mittwoch, 23. November
Wissenschaftliche Stadtbibliothek
Beginn: 19.00 Uhr
Eintritt: 5 €

Daniel Borgeldt (c) privat

Was macht ein Schlagerstar, wenn er alt ist und es hasst, immer die gleichen Songs zu singen? Heinrich Fraunhofer hat in den Siebzigern eine Schlagerkarriere hingelegt. Das Problem ist nur: Die Welt hat ihn vergessen und eigentlich wollte er auch nie Schlager machen, sondern avantgardistische Musik. Nach einem Selbstmordversuch organisiert er sein Leben neu.

Dabei behilflich sind ihm eine junge Punksängerin, ein misanthropischer Maler und ein Schriftsteller, der nie auftaucht.

Daniel Borgeldt wurde 1982 in Melle geboren. Mit 20 holte er in Bielefeld das Abitur nach. Nach dem anschließenden Studium lebt er heute in Mainz.

Die Lesung ist Teil der Reihe „Rheinhessen liest“.

Nicoletta Giampietro – Mit geballter Faust

Dienstag, 13. Dezember
Kakadu-Bar, Staatstheater Mainz
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt: 10 €

Foto Nicoletta Giampietro
Nicoletta Giampietro (c) Aaron Cawley

Mailand in den Siebzigern. Die Politik hat in den Schulen Einzug gehalten, und für Giulia öffnet sich eine aufregende Welt: Mit ihren Freunden geht sie auf die Plätze der Stadt, wo Tausende junge Mailänder für eine bessere Zukunft kämpfen. Ihrer großen Schwester Gabriella ist klar: Italien muss kommunistisch werden. Als die linksextreme Gewalt zunimmt, beginnt Giulia, an der Ideologie ihrer Schwester zu zweifeln. Doch die hat bereits einen gefährlichen Weg eingeschlagen, und Giulia wird vor schwere Entscheidungen gestellt.

Nicoletta Giampietro hat einen fesselnden Roman über das politisch radikalste Jahrzehnt der italienischen Nachkriegszeit geschrieben. Eine aufwühlende Geschichte, die in Zeiten zunehmender Polarisierung gerade auch heute noch aktuell ist.

Nicoletta Giampietro, geboren 1960, wuchs in Mailand in einer italienisch-französischen Familie auf. Sie studierte Politikwissenschaften und Geschichte in Mailand und Tübingen und zog 1986 endgültig nach Deutschland. Nach längeren Aufenthalten in Köln und Rotterdam lebt sie seit 1995 in Mainz. 

Moderation: Ariane Binder