Nell Zink – Nikotin

Dienstag, 15. Mai
Beginn: 21.00 Uhr

Dorett Bar, Zanggasse 36
Eintritt: 8,- Euro, 6,- Euro erm.

(c) Fred Filkorn

„Nikotin“ ist ein Roman über den Kampf zwischen Habenichtsen und Gierigen, zwischen Idealismus und Pragmatismus – ein Buch (nicht nur) über die USA, das kaum witziger, böser, klüger sein könnte.
Penny, soeben mit dem College fertig, jetzt arbeitslos und durch den Tod ihres Vaters neben der Spur, beschließt dessen verfallendes Elternhaus in Jersey City zu renovieren, um wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Doch Überraschung: Sie findet es besetzt von ein paar netten, ketterauchenden Anarchisten, die ihrer WG den Namen „Nikotin“ verpasst haben. Pennys erster Eindruck: „Als hätte man ungefragt einen Haufen Bettwanzen, die immerhin den Abwasch machen.“ Mit der Zeit jedoch geben ihr die Bewohner und andere Hausbesetzer aus der Nachbarschaft einen Sinn für Zugehörigkeit und Gemeinschaft, den Penny dringend braucht, und bald zieht sie nebenan ein und engagiert sich in den politischen Kämpfen der Besetzer …

„Nell Zinks Sätze und Geschichten sind so stark und überzeugend, dass man sich ihnen nicht entziehen kann.“ Jonathan Franzen

Nell Zink, 1964 in Kalifornien geboren, wuchs im ländlichen Virginia auf. Sie studierte am College of William and Mary Philosophie und wurde, später im Leben, in Medienwissenschaft an der Universität Tübingen promoviert. Sie lebt in Bad Belzig, südlich von Berlin.

Moderation und Gespräch: Philipp Theisohn, Universität Zürich

Volker Weidermann – Träumer – Als die Dichter die Macht übernahmen

Dienstag, 24. April
Beginn: 20.00 Uhr

Drusussaal, Zitadelle Mainz, Gebäude E
Am 87er Denkmal

Eintritt: 10,- / 7,- Euro (erm.)

(c) Elke Doerfel

November 1918 – Deutschland im Revolutionstaumel. Und in München passiert etwas ganz Außergewöhnliches – die Dichter übernehmen die Macht! Mitreißend und äußerst unterhaltsam erzählt Volker Weidermann die Geschichte der Münchner Räterepublik. Für einen kurzen Moment stehen Schriftsteller wie Ernst Toller, Gustav Landauer oder Erich Mühsam an der Spitze einer politischen Bewegung, die das Alte radikal umstürzen und etwas utopisch Neues schaffen will. Die Folge sind wilde, absurde und dramatische Monate, die schließlich im Mai 1919 blutig enden.

Weidermann lässt neben den Protagonisten schreibende Zeitzeugen wie Thomas Mann, Oskar Maria Graf, Victor Klemperer und auch einen gewissen Adolf Hitler zu Wort kommen. Ein außergewöhnliches Stück fast vergessener Zeitgeschichte, spannend und amüsant erzählt.

Volker Weidermann, geboren 1969 in Darmstadt, Studium der Politikwissenschaft und Germanistik in Heidelberg und Berlin. Autor beim „Spiegel“ und Leiter des „Literarischen Quartetts“ im ZDF.

Die Moderation der Lesung übernimmt Ariane Binder (SWR/3sat).

Robert Stadlober liest Das siebte Kreuz von Anna Seghers

Mittwoch, 18. April
Beginn: 20.00 Uhr

Capitol-Kino
Neubrunnenstraße 9
55116 Mainz

Eintritt: 14,- Euro, 12,- Euro (VVK) / erm. 9,- Euro, 8,- Euro (VVK)
Vorverkauf über das Capitol-Kino

(c) Stephan Pabst

Robert Stadlober liest Anna Seghers! Der bekannte Film- und Theaterschauspieler („Crazy“, „Verschwende deine Jugend“, „Krabat“) trägt die spannendsten Passagen aus Seghers‘ großem antifaschistischen Roman „Das siebte Kreuz“ vor. Der Kommunist Georg Heisler, Hauptfigur des Buches, schlägt sich nach seiner Flucht aus dem KZ Westhofen erschöpft und verwundet nach Mainz durch. Doch die Schergen des Lagerkommandanten Fahrenberg sind ihm bereits dicht auf den Fersen. In Frankfurt wartet auf Heisler seine Geliebte Leni. Wird er sie wiedersehen? Die Chancen stehen zunehmend schlechter – denn die sechs Mitgefangenen, die ebenfalls geflohen sind, werden nach und nach von den Nazis gefasst …

Robert Stadlober wuchs in der Steiermark und in Berlin auf. Bereits mit elf Jahren begann er als Synchronsprecher zu arbeiten. Seine erste größere Filmrolle hatte er 1999 in der Komödie „Sonnenallee“. Mit der Darstellung des spastisch gelähmten Schülers Benni in „Crazy“ erfolgte sein endgültiger Durchbruch. Für seine Leistung in dem Film erhielt er 2001 den Nachwuchspreis des Bayerischen Filmpreises. Seitdem hat Stadlober in zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen mitgewirkt, auf diversen renommierten Theaterbühnen gespielt und mit seiner Band Gary drei Alben aufgenommen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Reihe „Frankfurt liest ein Buch“ und mit Unterstützung des Kultursommers Rheinland-Pfalz

Lesungen in Mainz – Programm 1.2018

Literaturbüro Programm 2018.1
Robert Stadlober liest „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers
Mittwoch, 18. April, 20.00 Uhr
Capitol-Kino, Mainz

Volker Weidermann: „Träumer – Als die Dichter die Macht übernahmen“
Dienstag, 24. April, 20 Uhr
Drusussaal, Zitadelle Mainz

Nell Zink: „Nikotin“
Dienstag, 15. Mai. 21 Uhr
Dorett Bar, Mainz

Guillaume Paoli: „Die lange Nacht der Metamorphose“
Mittwoch, 23. Mai, 19.30 Uhr
Glashaus, Staatstheater Mainz

Josefine Rieks: „Serverland“
Dienstag, 5. Juni, 20 Uhr
Buchhandlung Bukafski, Mainz

Download Literaturbüro Mainz Programmheft 2018.1 (PDF)

Martha Saalfeld Förderpreis 2018

Das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur vergibt auch in diesem Jahr wieder den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Martha-Saalfeld-Förderpreis. Mit diesem Literaturpreis möchte das Land Rheinland-Pfalz Autorinnen und Autoren bei der Realisierung eines noch nicht abgeschlossenen literarischen Projekts unterstützen.

Pressemeldung Martha-Saalfeld-Förderpreis (pdf)

Einsendeschluss ist der 28. März 2018

Little Antho 2017

Die E-Book Anthologie »Little Antho 2017« mit den besten Texten aus fünf Schreibwerkstätten für rheinland-pfälzische Schülerinnen und Schüler  des Jahres 2017 steht nun zum Download zur Verfügung.

Sie finden das im epub-Format veröffentlichte Buch unter http://www.little-artur.de/ebook.htm.

Die Texte der Schülerinnen und Schüler entstanden in zweitägigen Werkstätten mit Jugendbuchautor/innen in Alzey (Elisabeth-Langgässer-Gymnasium), Bitburg (St.-Willibrord-Gymnasium), Edenkoben (Gymnasium Edenkoben), Koblenz (Görres-Gymnasium) und Worms (Rudi-Stephan-Gymnasium).

Die Autorinnen der Anthologie sind Helena Immel, Julia Jablonski, Lilly Kladenksy, Mareen Ohrt, Lia Stenzel, Charlotte Wallraven und Theresa West.

Geleitet wurden die Workshops von: Stefan Gemmel, Annegret Held, Jens Schumacher, Manfred Theisen und Antje Wagner.

Ken Yamamoto – Slam Poetry und Spoken Word

Freitag, 3. November
Beginn: 19.00 Uhr
Marlene Weinbar (Gaustraße 47, 55116 Mainz)
Eintritt: 5,- Euro

Die Münder sind Schwellen: Ken Yamamotos Poesie windet sich widerwillig zwischen den Buchdeckeln – sie will gesprochen und zu Gehör gebracht werden. Klangvoll und rhythmisch bewegt, zeichnen die Gedichte ein tragisch-komisches Weltbild zwischen Kontemplation und Klubnacht, zwischen Selbstbeobachtung und Fensterblick. In den Versen trifft ungeschminkt Persönliches auf explizit Politisches, Kunstbetrachtung auf Alltagseindruck und feiner Humor auf knochentrockene Erkenntnis.

Carl Zuckmayer – Geheimreport

Lesung mit Klaus Köhler (Staatstheater Mainz)
Mittwoch, 1. November
Beginn: 20.15 Uhr (ACHTUNG: geändert!)
Weingut Peter-Dhom (Jakob Braunwart Weg 3, 55129 Mainz)
Eintritt: 5,- Euro

1944 verfasste Carl Zuckmayer für einen US-Geheimdienst den „Geheimreport“: 150 Charakterporträts von Kulturschaffenden, die während der Nazizeit in Deutschland geblieben waren. Was nach dröger Amtsprosa klingen mag, wird unter Zuckmayers Händen zu interessanten, lebensprallen Personenskizzen. Herausragend sind dabei u. a. die Porträts von Schauspielern wie Emil Jannings oder Werner Krauss. Laut Marcel Reich-Ranicki gehört der „Geheimreport“ zur „besten Prosa Zuckmayers“. Klaus Köhler, Schauspieler des Staatstheater Mainz, wird die schönsten Passagen dieses bedeutenden Werks der deutschen Exilliteratur präsentieren.

Lesung Durchschrift 2017

Junge Schreibtalente aus Rheinland-Pfalz stellen ihre literarischen Arbeiten vor

In diesem Jahr haben sie den Wettbewerb zur Förderung junger Schreibtalente aus Rheinland-Pfalz, den das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur 2013 ins Leben gerufen hat, als Hauptgewinnerinnen für sich entschieden. Nun stellen Marisa Cristina Rodriguez Moreno aus Lahnstein, Sarah Schmidt aus Bad Sobernheim und Pauline Fischbach aus Stein-Neukirch, deren Siegertexte bereits in der Anthologie „Durchschrift 4“ erschienen sind, sich und ihre Geschichten bei einer Lesung in der Mainzer Buchhandlung Bukafski vor.

Donnerstag, 2. November 2017, um 19.30 Uhr,
Buchhandlung Bukafski,  Kurfürstenstraße 9, 55118 Mainz
Eintritt frei

 

Laurie Penny – Bitch Doktrin

Lesung
Laurie Penny
„Bitch Doktrin“

Mittwoch, 1. November
Beginn: 20.00 Uhr
Kulturclub schon schön
Große Bleiche 60-62
Eintritt: 8,- Euro VVK, 10,-Euro AK

Foto Laurie Penny
(c) Jon Cartwright

Die Aktivistin und Schriftstellerin Laurie Penny ist laut der ZEIT „die derzeit wichtigste junge Feministin“. Mit „Fleischmarkt“ und „Unsagbare Dinge“ katapultierte sie sich in die erste Riege einer Autorinnen-Generation, die sich so radikal wie klug gegen Ungleichheit, überholte gesellschaftliche Machtstrukturen und einen entgrenzten Kapitalismus einsetzt.

Ihre aktuelle Essaysammlung „Bitch Doktrin“ wirft einen panoramaartigen Blick auf unsere Gegenwart: Penny widmet sich Donald Trump und den Siegeszügen von Rechtsaußen-Parteien, Hatespeech und Sexismus im Netz. Ihr Ton ist dabei gewohnt angriffslustig: Veränderungen kann nur bewirken, wer sich Gehör verschafft und sich nicht hinter einer falschen Liebenswürdigkeit versteckt.

Laurie Penny, 1986 in London geboren, studierte Literaturwissenschaft. Seit 2007 betreibt sie den Blog Penny Red und schreibt u.a. Beiträge für The Independent, The Guardian und The Times. Mit ihrem Erzählungsband „Babys machen und andere Storys“ erfand sie das Genre der feministischen Science-Fiction.

Die Veranstaltung ist auf Englisch und Deutsch und wird von der Kulturjournalistin Christina Mohr (Spex, Missy Magazin, fiber) moderiert.

Eine Veranstaltung des LiteraturBüro Mainz e.V. im Rahmen des 30jährigen Vereinsjubiläums