MÄRZ Verlag

Lesung und Verlagsvorstellung mit Barbara Kalender und Richard Stoiber

Cardabela-Buchladen, Frauenlobstr. 40, Mainz
Freitag, 20. Mai 
Beginn: 19.00 Uhr 
Eintritt: 8 € / 5 € [erm.] 

Foto Barbara Kalender und Richard Stoiber
Barbara Kalender und Richard Stoiber (c) März-Verlag

Der MÄRZ-Verlag ist eine Legende. 1969 von Jörg Schröder gegründet, liefert er die wegweisenden Bücher für die linke Gegenkultur. Von der Anthologie „Acid“ über die deutsche Erstveröffentlichung von „Einer flog über das Kuckucksnest“ bis zu Bernward Vespers „Die Reise“ erscheinen bis 1987 die Kultbücher in den Erkennungsfarben Gelb-Rot-Schwarz und mischen den deutschen Literaturbetrieb gewaltig auf. 

Jetzt lassen Barbara Kalender, seit Anfang der Achtziger MÄRZ-Verlegerin, und Richard Stoiber, ehemaliger Lektor bei Matthes & Seitz, den MÄRZ-Verlag aufleben und schaffen damit einen Ort, an dem auch heute literarische und künstlerische Experimente ihren Platz finden. 

Barbara Kalender und Richard Stoiber stellen das Programm des neu gegründeten MÄRZ-Verlags mit Auszügen aus Klassikern und Neuentdeckungen vor: Kathy Ackers erzählerisches Vermächtnis „Bis aufs Blut“, der aktuelle Roman „Perlenbrauerei“ von Jenny Hval und Valerie Solanas‘ immer noch relevantes Traktat „Das Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer“. 

Fehlen darf beim Einblick in das MÄRZ-Universum natürlich nicht einer der größten Romane der Weltliteratur, „Das Kind“ von Jules Vallès – trotz aller geschilderten sozialen Abgründe eines der witzigsten Bücher der französischen Literatur überhaupt. Bei den Sachbüchern wird der Bogen gespannt von Frantz Fanons Abrechnung mit dem Kolonialismus, „Für eine afrikanische Revolution“, zum Lieblingsessen der Deutschen, „Döner – Eine türkisch-deutsche Kulturgeschichte“ von Eberhard Seidel.

Jens Eisel – Cooper

Samstag, 7. Mai
Drusussaal / Zitadelle, Gebäude E, Mainz 
Beginn: 20.00 Uhr 
Eintritt: 8 € / 5 € (ermäßigt) 

Foto Jens Eisel
Jens Eisel für PIPER Verlag (c) Melina Mörsdorf Photography

USA, 1971: Unter den Passagieren eines Flugs nach Seattle ist ein Mann mit einem Aktenkoffer. Er wird als Dan Cooper in die Geschichte eingehen und doch ein Unbekannter bleiben. Mit einer selbst gebauten Bombe erpresst er eine hohe Summe, springt mit dem Fallschirm ab und verschwindet. Jens Eisel erzählt die Geschichte dieses Vietnamveteranen, der alles wagt, um seinem Leben eine neue Richtung zu geben. Und von einer Crew, die alles dafür tut, um ein friedliches Ende zu sichern. 

Ein semidokumentarischer Roman über den Mut der Verzweiflung, die Zukunftsgläubigkeit der USA unter Nixon und eine der rätselhaftesten Flugzeugentführungen der Geschichte. 

Jens Eisel, geboren 1980 in Neunkirchen/Saar, lebt in Hamburg. Nach einer Schlosserausbildung arbeitete er unter anderem als Lagerarbeiter, Hausmeister und Pfleger. Er studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und war 2013 Finalist beim Literaturpreis Prenzlauer Berg. Mit seiner Story „Glück“ gewann er im selben Jahr den Open Mike.

Leselampe 9

Mit Sarah Beicht, Elena Fischer und Daniel Borgeldt 

Donnerstag, 5. Mai
Dorett Bar, Zanggasse 36, Mainz 
Beginn: 20.00 Uhr 
Eintritt 3,- Euro 

Die Leselampe ist eine junge Lesebühne in Mainz, die Autor:innen die Möglichkeit bietet, ihre Texte vor Publikum zu präsentieren. Im Mittelpunkt steht der literarische Nachwuchs, allerdings der fortgeschrittene. Zu sehen und zu hören sind Autor:innen, die bereits Bücher veröffentlicht haben oder ausgezeichnet wurden, und Wortkünstler:innen, die für ein Livepublikum schreiben. 

Foto Daniel Borgeldt 
Daniel Borgeldt (c) privat

Die Leselampe ist ausdrücklich kein Poetry Slam. Gelesen wird sitzend und im Schein der namenstiftenden Leuchtvorrichtung. Für einen musikalischen Beitrag ist gesorgt.