Frank Willmann – Der Pate von Neuruppin

Donnerstag, 19. Oktober
Hafeneck, Frauenlobstraße 93
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 8 € / 5 € ermäßigt

(c) Tigran Hovhannisyan

1990 eröffnen ein paar Jugendfreunde eine Imbissbude. 14 Jahre später werden sie wegen Kokainhandel, illegalem Glücksspiel, Erpressung, Betreiben eines Bordells und Gründung einer kriminellen Vereinigung angeklagt. Dazu kommt ein ungeklärter Mordfall. „Der Pate von Neuruppin“ ist die Geschichte der sogenannten »XY-Bande« – unglaublich, aber wahr. Ein spektakulärer Fall, der die Verbrüderung von Kapitalismus und Verbrechen offenbart. Und dazu ein authentisches Porträt der ehemaligen DDR in den Neunzigerjahren, das auch als eine Lesart der „blühenden Landschaften“ gewertet werden kann …

Der Autor und Publizist Frank Willmann hat in langen Gesprächen das Vertrauen aller Beteiligten gewonnen. Das Resultat ist eine literarische Reportage in Romanform, die ohne jedwede Moralisierung oder Belehrung daherkommt. Ein „Breaking Bad“ in Brandenburg – spannender als jeder Tatort.

Frank Willmann, geboren 1963 in Weimar, 1984 Ausreise nach Westberlin. Gemeinsam mit Anne Hahn veröffentlichte er mehrere Sachbücher, die sich der Aufarbeitung von subkulturellen Strömungen in der DDR widmen, unter anderem „negativ-dekadent: Punk in der DDR“. Frank Willmann schreibt u.a. für die Berliner Zeitung, taz, Neues Deutschland und Die Zeit. Willmann ist Mitglied der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur.