Ronja von Rönne – Alles Liebe

Montag, 1. Juni 2026, 20 Uhr
Kakadu-Bar, Gutenbergplatz 3-5, 55116 Mainz
Eintritt: 10 €/ 5,20 € erm.

Foto Ronja von Rönne
(c) Carolin Saage

Sabrina ist mit dem krebskranken Mädchen aus der Parallelklasse nur deshalb befreundet, weil sie dafür bewundert werden will. Wilma fragt sich, wann sie endlich aufhören kann, sich um andere zu kümmern – vor allem um ihre unerträgliche Schwiegermutter. Benni kommt mit dem beruflichen Erfolg seiner Freundin nicht klar und lässt sie dafür bezahlen. Und das Mädchen aus der Parallelklasse? Muss erst lernen, dass es echte Liebe verdient …

Ronja von Rönnes Figuren erleben, wie leise Abhängigkeit wächst und wie Nähe sich in Macht verwandelt. Mit Gespür und Intensität erzählt Rönne vom größten Risiko, das wir kennen: der Liebe. „Pointiert, humorvoll, manchmal zart.“  (Deutschlandradio)

Ronja von Rönne, geboren 1992, ist Schriftstellerin, Journalistin und Moderatorin. 2015 las sie beim Bachmann-Preis. Von 2017 bis 2022 moderierte sie auf Arte die Sendung „Streetphilosophy“. Sie schreibt für „Die Zeit“ und „Zeit Online“. Ihr Roman „Ende in Sicht“ wurde zum von der Kritik gefeierten Bestseller.

Kenneth Hujer – All das passierte in diesem irrsinnigen Milieu Frankfurt

Donnerstag, 28. Mai 2026, 20 Uhr
Buchladen Cardabela, Frauenlobstr. 40, 55118 Mainz
Eintritt: 8 € / 5 € erm.

Foto Kenneth Hujer
(c) Forto: Nea Gumprecht

Eine Stadt aus ganz verschiedenen Zusammenhängen in den Blick zu nehmen und sich dabei ihre Geschichten erzählen zu lassen – darum geht es Kenneth Hujer in seinem Interviewband über Frankfurt. Die Bandbreite der Gesprächspartner:innen reicht von der Schriftstellerin Eva Demski, der Fotografin Barbara Klemm und dem Musikjournalisten Klaus Walter über den Politiker Daniel Cohn-Bendit sowie den Suhrkamp-Lektor Karlheinz Braun bis hin zu dem Konzeptkünstler Timm Ulrichs. Sie teilen Erinnerungen, Erfahrungen, Berichte und Anekdoten und stellen Überlegungen zur Gegenwart und Zukunft an.

Hujer fokussiert auf die gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüche der 1960er bis 1980er Jahre zwischen Kritischer Theorie, Studierendenrevolte, Psychoanalyse, Publikumsbeschimpfung und Theaterskandal.

Kenneth Hujer, 1985 in Frankfurt am Main geboren, ist freier Autor mit den Schwerpunkten Popkultur, Stadtentwicklung und Architektur. Er verantwortete mehrere filmbezogene Publikationen und verfasste zuletzt zahlreiche Beiträge zur Architektur des Neuen Frankfurt.

Tom Kummer – Freiwürfe mit einem Diktator

Donnerstag, 21. Mai 2026, 19:30 Uhr
Buchhandlung Bukafski, Kurfürstenstraße 9, 55118 Mainz
Eintritt: 8 € / 5 € erm.

Foto Tom Kummer
(c) Foto: privat

Es gilt als erwiesen, dass der nordkoreanische Alleinherrscher Kim Jong-un ein Schweizerisches Elite-Internat besucht hat. Jahrzehnte später erhält sein damaliger Basketball-Coach Frank Bichsel eine Einladung aus Pjöngjang – und steht nun vor der Frage, ob er dem Diktator begegnen soll. Bei den Besuchen am Sterbebett seiner Mutter verdichten sich Erinnerungen, Schuldgefühle und politische Zweifel. Seine Partnerin Renee, radikal und unberechenbar, will Kim töten. Zwischen Internatsintrigen, Influencer-Druck und moralischer Verantwortung muss Frank sich entscheiden: Flucht oder Konfrontation?

„Freiwürfe mit einem Diktator“ ist ein an der Grenze zwischen Realität und Fiktion angesiedelter Roman, der die dunklen Seiten der Erziehung beleuchtet und gleichzeitig von der Sehnsucht nach Versöhnung erzählt.

Tom Kummer, Jahrgang 1961, löste als Journalist im Jahr 2000 wegen fiktiver Interviews, die im SZ-Magazin erschienen sind, einen Medienskandal aus. Seine Roman-Trilogie, bestehend aus „Nina & Tom“, „Von schlechten Eltern“ und „Unter Strom“, wurde von der Kritik gefeiert.

Die Leselampe – Mainzer Lesebühne

Donnerstag, 7. Mai 2026, 20 Uhr
Dorett Bar, Zanggasse 36, 55116 Mainz
Eintritt: 3 €

Die Leselampe knipst wieder das Licht an, und zwar am 7. Mai, ab 20 Uhr in der Dorett Bar. Im Scheinwerferlicht stehen zwei Autorinnen/Autoren sowie eine musikalische Begleitung. Wie immer moderiert von den charmanten Gastgebern Sarah Beicht und Ingo Bartsch. Weitere Infos zum Programm des Abends finden sich zu gegebener Zeit auf der Facebook- und Instagram-Seite der Leselampe.

Die Leselampe wird gefördert vom Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz

Logo Ministerium für Kultur Rheinland-Pfalz

Bernadette La Hengst – Warum ich so laut singen kann

Sonntag, 3. Mai 2026, 20 Uhr
Salon 3sein, Große Bleiche 60-62, 55116 Mainz
Eintritt: 16 € VVK, 18 € AK

Bernadette La Hengst
(c) Foto: Christiane Stephan

Bernadette La Hengst ist die facettenreichste Protagonistin der sogenannten Hamburger Schule. Sie veröffentlichte solo, mit ihrer Band Die Braut haut ins Auge und mit Projekten wie z.B. dem Schwabinggrad Ballett seit 1988 knapp 20 Alben. Aber sie ist nicht nur eine großartige Songschreiberin und Musikerin, sondern auch Regisseurin, Chorleiterin, Radiomoderatorin und Femme de Lettres. In ihrem Debütband „Warum ich so laut singen kann“ erzählt sie aus ihrem Leben als Künstlerin und lässt all ihre Songtexte zu Wort kommen.

„Das ist der Zauber von Bernadette La Hengst: Sie schreibt, singt oder tut oft genau das, was viele gute Frauen und andere gerade denken oder fühlen.“ – Katja Kullmann

Selbstverständlich wird Bernadette La Hengst am 3. Mai im Salon 3SEIN neben dem Lesungspart auch einen musikalischen Überblick über ihr Schaffen präsentieren.

Bernadette La Hengst, geboren 1967, gründete 1989 in Hamburg mit befreundeten Musikerinnen die Band Die Braut haut ins Auge. Zudem spielte und sang sie bei Bands wie Huah! und Rocko Schamoni. Seit 2000 ist Bernadette La Hengst solo unterwegs, inszeniert Theaterstücke und schreibt für diverse Publikationen. Sie lebt und arbeitet seit 2004 in Berlin.

Lesungen in Mainz – Programm Frühjahr 2026

Vorschau

Bernadette La Hengst – Warum ich so laut singen kann
Sonntag, 3. Mai 2026
Salon 3sein, Große Bleiche

Die Leselampe – Die Mainzer Lesebühne
Donnerstag, 7. Mai 2026
Dorett Bar, Zanggasse

Tom Kummer – Freiwürfe mit einem Diktator
Donnerstag, 21. Mai 2026
Buchhandlung Bukafski, Gartenfeldplatz

Kenneth Hujer – All das passierte in diesem irrsinnigen Milieu Frankfurt
Donnerstag 28. Mai 2026
Buchladen Cardabela, Frauenlobstraße

Ronja von Rönne – Alles Liebe
Montag, 1. Juni 2026
Kakadu-Bar, Staatstheater Mainz

Leselampe 2.0

Schluss mit Fastenzeit: Die Leselampe ist zurück und scheint heller denn je. Ist es ein Relaunch? Ein Reboot? Ein Requel? Wir nennen es LESELAMPE 2.0. Ab sofort präsentieren wir zwei Autor:innen pro Abend, erhöhen dafür die Lesezeit, die Musik bleibt wie gewohnt an Ort und Stelle. Seid ihr dabei?  

In der Ausgabe vom 12.3.2026 lesen Milena Keimig und Christoph Wirges, Musik kommt von Joscha Bär. Das Ganze findet statt in der Dorett (Zanggasse 36, 55116 Mainz), Beginn 20:00 Uhr. Der Eintritt beträgt 3 Euro.

Die Leselampe wird gefördert vom Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz. 

Lesung in der Kulturbäckerei

LiteraturLIVE! ist ein Abend mit regionaler, zeitgenössischer Literatur, der unterschiedliche Erzählformen und Perspektiven zusammenführt, um die Vielfalt der hiesigen Literaturszene aufzuzeigen.

Drei Autor:innen aus der Region -Arno Frank, Nicoletta Giampietro und Christoph Wirges – stellen ihre aktuellen Bücher vor. Im Anschluss an die Lesungen besteht die Möglichkeit, mit den Autor:innen ins Gespräch zu kommen.

LiteraturLIVE! findet statt am Freitag, 13.03., 19:30 Uhr, im K-LAB (Karoline-Stern-Platz 11, 55118 Mainz). Der Eintritt beträgt 5 Euro.

Eine Kooperation mit dem Verein Kulturbäckerei Mainz

Heinz Bude, Bettina Munk, Karin Wieland – Transit 64

Montag, 8. Dezember, 20 Uhr
Kakadu-Bar, Gutenbergplatz 3-5, Mainz
Eintritt: 9,50 € / 7,60 € (erm.)

Es ist kalt in Ostberlin, als Marlene Dietrich im Januar 1964 für einen Zwischenstopp in ihrer früheren Heimatstadt landet. Mit Deutschland hat sie gebrochen und möchte so schnell wie möglich nach Warschau weiterreisen. Doch in Westberlin warten zwei Männer auf sie: Der regierende Bürgermeister Willy Brandt und sein Sprecher Egon Bahr wollen sie bei der Wahl des Bundespräsidenten gegen den Alt-Nazi Heinrich Lübke antreten lassen.
Was, wenn es so passiert wäre? Auf der Bühne des Kalten Krieges entwickeln BudeMunkWieland aus Fiktionen, Fakten und Bildern eine irrwitzige Geschichte. Sie handelt von Freiheit, Diktatur, Widerstand, Exil und Anpassung und verlängert das 20. Jahrhundert in die Gegenwart.

Heinz Bude, geboren 1954, studierte Soziologie, Philosophie und Psychologie. Von 2000 bis 2023 war er Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel. Seit 2020 Gründungsdirektor des documenta Instituts in Kassel.

Bettina Munk, geboren 1960, studierte Kunst in Berlin und London. Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen. Ausstellungen in Europa und den USA.

Karin Wieland, geboren 1958, studierte Politische Wissenschaften an der Freien Universität Berlin. Sie lebt als Schriftstellerin in Berlin.

Annett Gröschner – Ein Koffer aus Eselshaut

Dienstag, 2. Dezember 2025, 20 Uhr
Buchladen Cardabela, Frauenlobstr. 40, Mainz
Eintritt: 9 € / 6 € ermäßigt

Ein Ausflug in das Frühwerk von Annett Gröschner. Und ein Ausflug in eine andere Zeit. Der Schriftsteller Franz Jung (1888-1963) war Ökonom und Revolutionär, Schiffsentführer und Dadaist. Er hatte zahlreiche Beziehungen und führte ein unstetes Leben zwischen Deutschland, Ungarn und den USA.
Als Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger eine Wiederentdeckung dieses außergewöhnlichen Autors einsetzte, gehörte Annett Gröschner zu einem Kreis ostdeutsch-sozialisierter Künstler*innen, der das Werk und das Leben Jungs in literarischen Projekten und Underground-Zeitschriften würdigte und variierte. Mit ihrem literarischen Bericht Ein Koffer aus Eselshaut, den sie zusammen mit Peter Jung, dem Sohn von Franz Jung, verfasste, erzählt sie die Biografie des “Torpedokäfers” Jung nach und er schafft so ein außergewöhnliches Zeitdokument des 20. Jahrhunderts.

Annett Gröschner, geboren 1964 in Magdeburg, lebt seit 1983 in Berlin. Sie hat zahlreiche Romane veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet. 2025 ist Annett Gröschner die amtierende Stadtschreiberin der Landeshauptstadt Mainz.