Der rheinland-pfälzische Jugendbuchpreis „Die Goldene Leslie“ geht 2025 an das Buch „Undurchschaubar“ von Swantje Oppermann.

Mainz für Rheinland-Pfalz
Der rheinland-pfälzische Jugendbuchpreis „Die Goldene Leslie“ geht 2025 an das Buch „Undurchschaubar“ von Swantje Oppermann.

Zur Erinnerung an einen großen Autor der deutschsprachigen Literatur und in Würdigung des Lebenswerks des saarländischen Schriftstellers Ludwig Harig lobt das Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes das Ludwig-Harig-Stipendium als Reise- und Recherchestipendium für Nachwuchsautor:innen aus. Alle Infos finden Sie hier:
Montag, 8. Dezember, 20 Uhr
Kakadu-Bar, Gutenbergplatz 3-5, Mainz
Eintritt: 9,50 € / 7,60 € (erm.)

Es ist kalt in Ostberlin, als Marlene Dietrich im Januar 1964 für einen Zwischenstopp in ihrer früheren Heimatstadt landet. Mit Deutschland hat sie gebrochen und möchte so schnell wie möglich nach Warschau weiterreisen. Doch in Westberlin warten zwei Männer auf sie: Der regierende Bürgermeister Willy Brandt und sein Sprecher Egon Bahr wollen sie bei der Wahl des Bundespräsidenten gegen den Alt-Nazi Heinrich Lübke antreten lassen.
Was, wenn es so passiert wäre? Auf der Bühne des Kalten Krieges entwickeln BudeMunkWieland aus Fiktionen, Fakten und Bildern eine irrwitzige Geschichte. Sie handelt von Freiheit, Diktatur, Widerstand, Exil und Anpassung und verlängert das 20. Jahrhundert in die Gegenwart.
Heinz Bude, geboren 1954, studierte Soziologie, Philosophie und Psychologie. Von 2000 bis 2023 war er Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel. Seit 2020 Gründungsdirektor des documenta Instituts in Kassel.
Bettina Munk, geboren 1960, studierte Kunst in Berlin und London. Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen. Ausstellungen in Europa und den USA.
Karin Wieland, geboren 1958, studierte Politische Wissenschaften an der Freien Universität Berlin. Sie lebt als Schriftstellerin in Berlin.
Dienstag, 2. Dezember 2025, 20 Uhr
Buchladen Cardabela, Frauenlobstr. 40, Mainz
Eintritt: 9 € / 6 € ermäßigt

Ein Ausflug in das Frühwerk von Annett Gröschner. Und ein Ausflug in eine andere Zeit. Der Schriftsteller Franz Jung (1888-1963) war Ökonom und Revolutionär, Schiffsentführer und Dadaist. Er hatte zahlreiche Beziehungen und führte ein unstetes Leben zwischen Deutschland, Ungarn und den USA.
Als Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger eine Wiederentdeckung dieses außergewöhnlichen Autors einsetzte, gehörte Annett Gröschner zu einem Kreis ostdeutsch-sozialisierter Künstler*innen, der das Werk und das Leben Jungs in literarischen Projekten und Underground-Zeitschriften würdigte und variierte. Mit ihrem literarischen Bericht Ein Koffer aus Eselshaut, den sie zusammen mit Peter Jung, dem Sohn von Franz Jung, verfasste, erzählt sie die Biografie des “Torpedokäfers” Jung nach und er schafft so ein außergewöhnliches Zeitdokument des 20. Jahrhunderts.
Annett Gröschner, geboren 1964 in Magdeburg, lebt seit 1983 in Berlin. Sie hat zahlreiche Romane veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet. 2025 ist Annett Gröschner die amtierende Stadtschreiberin der Landeshauptstadt Mainz.
Donnerstag, 27. November 2025, 20 Uhr
Dorett Bar, Zanggasse 36, Mainz
Eintritt: 3 €
Zum Ausklang des Jahres gibt es eine weitere Ausgabe der schönsten Lesebühne von Mainz: der Leselampe. Tolle Musik, tolle Autor:innen, tolle Location – da kommt zusammen, was zusammengehört. Weitere Informationen zum Programm finden sich auf den Facebook- und Instagram-Seiten der Leselampe.
Sonntag, 23. November 2025, 20 Uhr
Salon 3SEIN, Große Bleiche 60-62, Mainz
Eintritt: 9 € / 6 €

Zwei Britinnen, zwei Deutsche, viermal alleinerziehend und ein großer Kulturclash: Kayla, Tamara, Anja und Nana sind befreundete Mütter, die einander ebenso scharfzüngig kritisieren wie bedingungslos unterstützen. In humorvoll erzählten Episoden folgen wir ihnen durch den Alltag, vom Kindergeburtstag mit Rauschmitteln im Bad bis zum Elternabend mit Crush auf den neuen Klassenlehrer.
Die gebürtige Britin und Wahl-Berlinerin Nandi erzählt in ihrem neuen Roman von einem Leben unter Deutschen, von den bürokratischen Hürden für Alleinerziehende, von Generationskonflikten unter Müttern, von Klasse und Herkunft – und vom Trost, den man an den unmöglichsten Orten findet.
Jacinta Nandi, 1980 in London geboren, kam im Jahr 2000 nach Berlin, um Deutsch zu lernen. Dort ist sie geblieben und Autorin geworden. Sie war Mitglied der Berliner Lesebühne “Die Surfpoeten”, schrieb für u. a. die taz, gründete das PoC-Künstler:innen-Kollektiv Parallelgesellschaft und ist Kolumnistin des Familientrios der Süddeutschen Zeitung.
Sonntag, 16. November 2025, 13:30 Uhr
LUX Pavillon, Ludwigsstr. 2, Mainz
Eintritt: 9 € / 6 € ermäßigt

Was ist ein Mensch wert? Wie ermessen sich Nutzen und Kosten einer Person?
Heike Geißler denkt über den Sinn der Arbeit nach, über ihre Allgegenwärtigkeit, über materielle und unsichtbare Arbeit, über Geben und Nehmen, Gewinner und Verlierer. Der Arbeit auf der Spur, beobachtet sie ihr Umfeld und kommt mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch. Bald verdichten sich ihre Beobachtungen zu einem Panoptikum modernen Arbeitens, das die tiefen Gräben zwischen Überleben und Wachstum aufzeigt.
Heike Geißler, Tochter einer ostdeutschen Arbeiterfamilie und zweifache Mutter, nähert sich ihrem Gegenstand sowohl politisch als auch poetisch.
Heike Geißler, 1977 in Riesa geboren, ist Autorin, Übersetzerin und Mitherausgeberin der Heftreihe „Lücken kann man lesen“. Zuletzt erschienen von ihr die Romane „Die Woche“ und „Saisonarbeit“, sowie das gemeinschaftliche Literaturprojekt „Check your habitus“, kuratiert von Daniela Dröscher. Sie wurde mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet und lebt mit ihrer Familie in Leipzig.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit FILMZ 2025
Freitag, 14. November 2025, 19 Uhr
Draisberghof, Draisberghof 1, Mainz-Gonsenheim
Eintritt: 5 €

Reisen ist wunderbar, oft sonderbar, aber immer trinkbar. Schließlich gehören Reisen und Trinken zusammen wie Kuba und Mojito, Indien und Chai, Curaçao und … äh… Curaçao. „Suff weltweit“ bündelt 50 Reiseanekdoten zu internationalen Getränken – erzählt mit viel Ironie, vielen Fun Facts und noch mehr Spaß am Entdecken von fremdländischen Trinktraditionen. Und von praktischem Nutzen ist das Buch auch – wer den Empfehlungen der Autorin nachreisen will, findet für jedes Getränk einen „Lall- und Lustfaktor“ verzeichnet.
Alexandra Schröder ist gebürtige Rheinhessin und gelernte Mainzerin. Die Redakteurin mag Reisen, Meeresrauschen, Schnapspralinen, Glitzerstifte, Vollmond, Sonnenaufgänge, Lagerfeuer, Morgenstunden am Rhein, Zeitungen auf Papier, Elefanten und die Farbe Petrolgrün.
Alle Veranstaltungen der Reihe Rheinhessen liest finden Sie hier im aktuellen Programmheft.
Donnerstag, 13. November 2025, 19 Uhr
Weingut Becker, Römerstr. 1, Mainz-Ebersheim
Eintritt: 5 €

In ihrem Roman „Dschinn Tonic“ nimmt Miriam Spies ihre Leser*innen mit ins nordmarokkanische Tanger. Eine Stadt voller Geschichten, Mythen und Legenden. Die Reiseleitung übernimmt eine Journalistin, die in die alte Schmugglerstadt geschickt wird, um für ein hippes Magazin ein Portrait über die pulsierende Metropole schreiben …
Die Lesung entführt mit viel Witz ins Mekka der Geschichtenerzähler. Westliche Vorstellungen von 1001 Nacht kollidieren mit der marokkanischen Realität und hinterlassen die Gewissheit, dass Scheitern durchaus lustvoll sein kann. Ein Abend wie ein Kurzurlaub.
Miriam Spies studierte Germanistik, Kulturanthropologie und Buchwissenschaft. Sie arbeitet als Autorin, Veranstalterin und Kulturmanagerin und ist Mitglied im Deutschen Werkbund.
Alle Veranstaltungen der Reihe Rheinhessen liest finden Sie hier im aktuellen Programmheft.
Miriam Spies – Dschinn Tonic
Donnerstag, 13. November
Weingut Becker
Alexandra Schröder – Suff weltweit
Freitag, 14. November
Draisberghof
Heike Geißler – Arbeiten
Sonntag, 16. November
LUX Pavillon
Jacinta Nandi – Single Mom Supper Club
Sonntag, 23. November
Salon 3SEIN
Die Leselampe #20
Donnerstag, 27. November
Dorett Bar
Annett Gröschner – Ein Koffer aus Eselshaut
Dienstag, 2. Dezember
Buchladen Cardabela
Heinz Bude, Bettina Munk, Karin Wieland
Montag, 8. Dezember
Kakadu-Bar