LiteraturBüro Mainz e.V. für Rheinland-Pfalz

Programm 2.2014 — Lesungen

Clara Herborn — „Schmerz – Malmingers letzter Fall“

Lesung
Donnerstag, 23. Oktober
Beginn: 19.00 Uhr
Zitadelle Mainz, Drusussaal (Gebäude E)
Eintritt frei

Eine grausam entstellte Frauenleiche wird auf dem Gelände der Alten Ziegelei in Mainz entdeckt. Kommissar Ernst-August Malminger erkennt sofort, dass der Täter siebzig Jahre später einen der größten Mordfälle der Kriminalgeschichte kopiert hat: Elizabeth Short, Los Angeles 1947, die „Schwarze Dahlie“. Kann das Zufall sein? Schließlich ist Malminger Deutschlands führender „Schwarze Dahlie“-Experte. Der Kommissar begibt sich bei seinen Ermittlungen auf eine Reise in den Abgrund der menschlichen Seele – auch seiner eigenen …

Henriette Clara Herborn verwebt in ihrem neuem Krimi „Schmerz“ kunstfertig Realität und Fiktion. Elizabeth Shorts Lebensgeschichte und die Tatsache, dass der Mörder der „Schwarzen Dahlie“nie gefasst wurde, bilden die Ausgangspunkte für eine düstere Mörderjagd im Mainz.

Das Kulturamt der Landeshauptstadt Mainz und das LiteraturBüro eröffnen mit der Buchpräsentation von „Schmerz“ eine neue Lesereihe im Rahmen von „Kultur auf der Zitadelle“.

Anđelka Križanović — „Das Leben nach der Totgeburt. Eine Balkan-Familien-Saga“

Rheinhessen liest
Dienstag, 4. November
Beginn: 19.00 Uhr
Weinhaus Michel, Jakobsbergstraße 8, Mainz-Altstadt
Eintritt: 5,- €

1Noch herrschen Aberglaube und Gottesfurcht in der Familie Kolak, doch der Kommunismus und somit die Moderne sind auf dem Vormarsch: Einer Holzkirche steht ein modernes Krankenhaus gegenüber. Zwischen diesen Gegensätzen entwickelt sich ein leidvolles und groteskes Spiel, in dem sich Gottvater und sein Gegenpart, der kommunistische Landesvater, eine große Partie liefern. Für einen Auszug aus ihrem Roman gewann die Autorin, die in Bosnien und Deutschland aufgewachsen ist, 2013 den Literaturförderpreis für junge Autorinnen und Autoren der Landeshauptstadt Mainz.

In Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Mainz und dem Weinhaus Michel

Matthias Boosch — „Nach Limbaži – Lettlandgeschichten“

Rheinhessen liest
Donnerstag, 6. November
Beginn: 19.00 Uhr
Weingut Christophorus-Hof, Heuerstraße 13, Mainz-Hechtsheim
Eintritt: 5,- €

Limbaži im Norden Lettlands – einst Hansestadt, heute nur noch ein Provinznest. Man arbeitet in der Milchfabrik, wo man gerade mal 75 Euro im Monat verdient. Wie gut, dass es wenigstens das „Mandarins“ gibt, eine diese berühmt-berüchtigten Kneipen, in denen man niemals alleine auftauchen sollte. Matthias Boosch hat für einige Zeit in Limbaži gelebt und hat von dort Geschichten mitgebracht. Wie zum Beispiel die von dem Staatenlosen, bei dem man nachts noch geschmuggelten Branntwein kaufen kann … 

In Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Mainz und dem Weingut Christophorus-Hof

Mainzer Autorengruppe — „Das Leben in vollen Zügen“

Lesung
Samstag, 15. November
Beginn: 19.00 Uhr
Zitadelle Mainz, Drusussaal (Gebäude E)

Eintritt frei

Die Mainzer Autorengruppe besteht seit Anfang der 1980er Jahre in unterschiedlichen Konstellationen und ist ein integrativer Bestandteil des literarischen und kulturellen Lebens der Landeshauptstadt Mainz.

Aktuell sind etwa zehn Autorinnen und Autoren aus dem Großraum Mainz/Wiesbaden/Frankfurt in der Mainzer Autorengruppe aktiv, die sich stets am ersten Mittwoch im Monat in der Galerie Art’n Act in der Großen Bleiche 1 in Mainz trifft. An diesen Abenden werden Texte aus der individuellen Produktion vorgestellt und ausführlich kollektiv diskutiert. Aber auch die Organisation von Lesungen und Wochenend-Workshops gehören zu den Tätigkeitsfeldern der Mainzer Autorengruppe.

Bei der als Werkstattlesung unter dem Titel „Das Leben in vollen Zügen“ angekündigten Präsentation am Samstag, den 15. November, auf der Zitadelle Mainz werden kurze Prosatexte vorgestellt, die einen Einblick in das literarische Selbstverständnis und die kreative Dynamik der Gruppe erlauben werden. Es werden u.a. Matthias Boosch, Kora Busch, Bernhard Gerl, Wanja Wiese und Anja Wurm lesen.

Markus Orths — „Alpha & Omega“

Lesung
Donnerstag, 20. November
Beginn: 20.00 Uhr
Naturhistorisches Museum, Reichsklarastraße 10
Eintritt: 10,- €, 7,- € erm.

2Science Fiction? Science-in-Fiction? Eine Parodie auf den Wissenschaftsbetrieb und auf pseudoreligiöse Spinnerei? Gar das neue “Per Anhalter durch die Galaxis“? Markus Orths‘ zehnter Roman „Alpha & Omega“ ist ein furioser Parforce-Ritt durch die Weltgeschichte und die Medienwelt, ein Trip in die fernere Zukunft und wieder retour; „Alpha & Omega“ ist 528 Seiten pralles Lesevergnügen und eines der ganz seltenen Bücher der Saison, das vor schierer Lust am Fabulieren zu bersten droht. Oder wie das Badische Tagblatt titelte: ein „Riesenschabernack mit astrophysikalischer Note“.
Markus Orths wurde 1969 in Viersen geboren und lebt in Karlsruhe. Seine Romane liegen in 20 Sprachen übersetzt vor (u.a. „Lehrerzimmer“, „Das Zimmermädchen“). Er erhielt u.a. den Telekom-Austria-Preis (2008) in Klagenfurt, den Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld (2009) und den Phantastikpreis der Stadt Wetzlar (2011).

Foto (c) Olaf Kutzmutz

PeterLicht — „Lob der Realität“

Lesung
Donnerstag, 27. November
Beginn: 19.30 Uhr
Staatstheater Mainz, Kleines Haus
Eintritt: 14,50 €, 7,25 € erm.

In seinem neusten Buch bringt PeterLicht die gesellschaftlichen Realitäten zum Tanzen. Ob in Miniaturen, Aphorismen, absurden Geschichten oder in Monologen – Licht macht sich zwischen Ironie und Melancholie seinen Reim auf die Welt da draußen. Der Autor und Musiker Licht lädt durch die konsequente Verweigerung, sich selbst als Kunstfigur ein Gesicht zu geben, zu den verschiedenartigsten Projektionen ein: Musizierender Systemkritiker beim behaupteten „Ende des Kapitalismus‘“, Autorendarsteller beim Ingeborg-Bachmann-Preis, letzter Popliterat in der Tradition eines Rolf Dieter Brinkmanns – Licht verweigert sich mittels vielfältigem Kunstschaffen den vorschnellen Schubalden und schafft so ein ganz eigenes Genre zwischen „wundbarem Blödsinn und fröhlicher Apokalypse“ (Klaus Nüchtern).

„Dieser Autor hat eine große Zartheit … Komik und Schmerz, Irrsinn und Hysterie ... Ich bin sehr froh, dass dieser Autor von der Musik auch in die Welt der Literatur gewechselt ist.“ Ijoma Mangold

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Staatstheater Mainz.

Franz Dobler — „Ein Bulle im Zug“

Lesung
Mittwoch, 3. Dezember
Beginn: 20.00 Uhr
Buchhandlung Bukafski, Kurfürstenstr. 9
Eintritt: 7,- E, 5,- € erm.

3„Wenn Literatur nicht bei denen bleibt, die unten sind, kann sie gleich als Partyservice anheuern.“ Diesem Diktum Jörg Fausers folgt in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur keiner so gewissenhaft und gekonnt wie der in Augsburg lebende Schriftsteller und Johnny-Cash-Experte  Franz Dobler. „Unten“ ist auch Kriminalkommissar Fallner, Doblers Held aus „Ein Bulle im Zug“, der bei einem Einsatz einen jungen Kriminellen erschossen hat. Jetzt ist Fallner dienstunfähig und nimmt den Rat daher seiner Therapeutin nur zu gerne an: Mit einer Bahncard 100 so lange Zug zu fahren, wie er Lust hat, und wie es eben braucht, endlich den toten Jungen aus dem Kopf zu bekommen …

„Ein Bulle im Zug“ ist kein weiterer Polizeiroman für die „Tatort“-Nation, dafür sorgt schon der unverwechselbare Dobler-Sound, der vollkommen entspannt von Fallners wahnwitziger Reise ohne Ziel erzählt. „Ein Bulle im Zug“ ist endlich einmal Literatur, die ganz ohne Catering auskommt.

„Franz Dobler versteht meisterhaft das Spiel mit populären Genres.“Sabine Doering / FAZ

Foto (c) Marijan Murat

Martin Lechner —"Kleine Kassa"

Lesung
Montag, 8. Dezember
Beginn: 20.00 Uhr
Buchhandlung Bukafski, Kurfürstenstr. 9
Eintritt: 7,- €/ 5,- € erm.

4Der Schlaueste ist Lehrling Georg Röhrs nicht. Doch er hat einen Traum: Liftboy in einem Hotel am Meer will er werden und mit seiner verschwundenen Jugendliebe Marlies aus der heimatlichen Enge fliehen. Als Georg über eine Leiche stolpert und unbeabsichtigt den Schwarzgeldkoffer seines Meisters entwendet, überstürzen sich die Ereignisse: An einem einzigen Wochenende verliert er Wohnung, Arbeit, Freunde, Geld und vielleicht ein Stückchen seines Verstandes – und doch steht am Ende dieser irrsinnigen Tage eine neue, ungeahnte Freiheit…

Völlig zu Recht fand sich Martin Lechners Debüt "Kleine Kassa" auf der diesjährigen Longlist zum Deutschen Buchpreis. Lange hat man nicht mehr einen so leicht erzählten, mit viel Skurrilität und Sprachwitz angereicherten deutschsprachigen Roman gelesen. Lechners norddeutsche Kleinstadt-Roadnovel ist surreales "Wortkino vom Feinsten" (Frankfurter Rundschau), das auch "live" zünden wird.

Nehmen Sie sich ein Ohr! - Das Mainzer Kulturtelefon

Logo Mainzer KulturtelefonBeim Mainzer Kulturtelefon hören Sie rund um die Uhr Lyrik- und Prosa von wechselnden Autoren und Autorinnen. Unter www.mainzer-kulturtelefon.de können Sie unsere Kulturtelefon-Beiträge seit 2005 als Podcast nachhören. Darunter Kurzlesungen von Kathrin Röggla, Patrick Roth, Lars Gustafsson, Josef Haslinger und Gerhard Henschel.

Das aktuelle Programm hören Sie am Telefon unter 06131-693944.

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Literaturförderpreis der Landeshauptstadt Mainz für junge Autorinnen und Autoren

Das Literaturbüro gratuliert Andelka Križanović. Die in 1983 in Jugoslawien geborene und an der Uni Mainz promovierte Anglistin hat mit ihrer Erzählung „Nicht so weit wie Betlehem“ den Literaturförderpreis der Landeshauptstadt Mainz für junge Autorinnen und Autoren 2013 gewonnen.

Die Mainzer Kulturdezernentin Marianne Grosse überreichte Frau Križanović während der öffentlichen Lesung auf der Mainzer Zitadelle die Siegerurkunde und den Scheck über das Preisgeld.

Frau Grosse dankte auch den beiden anderen Finalisten, Matthias Boosch und Lena Hach, für den Vortrag ihrer ebenfalls hochliterarischen und innovativen Texte.

Den Gewinnertext und auch die Texte der beiden Endrundenteilnehmer/innen können Sie hier nachlesen.

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Literaturförderpreis der Landeshaupstadt Mainz

Die einundzwanzig Texte der Endrunde aus den Jahren 1999 bis 2013 finden Sie hier.

Preise und Stipendien

Liste der literarischen Preise und Stipendien Rheinland-Pfalz

Little Artur

Literarische Qualifikation für Kinder und Jugendliche

 

Leselust in Rheinland-Pfalz

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