LiteraturBüro Mainz e.V. für Rheinland-Pfalz

Programm 1.2014

Nora Gomringer

Donnerstag, 8. Mai
Beginn: 20.00 Uhr
Buchbar Lomo, Ballplatz 2
Eintritt: 9,- Euro, 6,- Euro erm.

1Die Selbstdarstellung auf ihrer Homepage ist pures Understatement: „Nora Gomringer macht etwas mit Sprache.“ Wohl wahr, aber eben völlige Untertreibung – keine Literatin der jüngeren Generation ist so umtriebig in Sachen „Sprache“ wie die in Bamberg lebende und arbeitende Nora Gomringer: Spoken-Word-Performances, Teilnahme an und Ausrichtung von Poetry Slams, diverse Lyrikbände, Kooperation mit der A-Cappella-Formation „Wortart-Ensemble“, zahlreiche Poetikdozenturen, Leitung eines Künstlerhauses, Trägerin mehrerer bedeutender Literatur- und Kulturpreise etc. pp.
Aber bitte keine Schwellenangst ob dieser Liste - wie ein Abend mit und von Nora Gomringer aussehen kann, beschreibt die Deutsche Welle wie folgt:„Wenn Nora Gomringer Lyrik vorträgt, dann wird aus Literatur Unterhaltung pur: Sie stampft, flüstert, brüllt und haucht die Worte. Die Zuschauer lauschen nicht angestrengt mit krauser Stirn, vielmehr angeregt und belustigt.“

(c) Foto Jürgen Bauer

Clemens Meyer - „Im Stein“

Freitag, 9. Mai
Beginn: 20.00 Uhr
Antiquariat am Ballplatz, Ballplatz 5b
Eintritt: 9,- Euro, 6,- erm.

2Wer einen Roman über die Trias Prostitution, Markwirtschaft und Kriminalität schreibt, begibt sich im Neo-Biedermeier natürlich auf dünnes Eis: Alice Schwarzers „Emma“ erklärte Clemens Meyer für „Im Stein“ prompt zum „Pascha des Monats“, weil der Rotlicht-Roman „zur Mystifizierung der Verhältnisse“ beitrage. „Emma“ erkennt allerdings an, dass Meyer das Milieu mitsamt der Gewalt und der Gesetzeslage kenne und der Autor vom ansonsten „blutleeren Feuilleton“ nicht zu Unrecht als Bad Boy bewundert werde. Aber Meyer, der ist mitnichten nur bad: Völlig frei von Kalauern findet er in den inneren Monologen der Sexarbeiterinnen zu einer Stimme, die mitfühlend und achtsam ist – „Im Stein“ ist ein Glücksfall für die deutsche Gegenwartsliteratur.

Für „Im Stein“ erhielt Clemens Meyer den Bremer Literaturpreis 2014, war 2013 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2013 und auf Platz 1 der SWR-Bestenliste.

Volker Strübing - „Norbert erklärt die Welt“

Sonntag, 18. Mai
20.00 Uhr
Deck 3, Staatstheater Mainz
Eintritt: 9,50 Euro/4,75 Euro erm.

3Volker Strübing, Lesebühnenveteran („Chaussee der Enthusiasten“) und deutschsprachiger Poetry-Slam-Meister 2005, kommt nach Mainz. Mit dabei hat er seine neue Kurzgeschichtensammlung „Das Mädchen mit dem Rohr im Ohr und der Junge mit dem Löffel im Hals“, das vollkommen zu Recht für den Preis des „ungewöhnlichsten Buchtitels 2013“ nominiert ist. Aber als erfahrener Performer liest Strübing nicht nur vor, mit im Gepäck hat er seine erfolgreiche Youtube-Trickfilmreihe „Kloß und Spinne“, bei der die beiden Protagonisten am Tresen von Norberts Kneipe über Gott und die Welt philosophieren. Und als wäre das nicht genug ... manchmal singt Volker Strübing auf der Bühne auch.
Mindestens drei Gründe also, sich die Veranstaltung mit dem „Hochgeschwindigkeits-Spoken-Word-Performer“ nicht entgehen zu lassen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Staatstheater Mainz

(c) Foto: Uwe Lehmann

Sarah Schmidt - „Eine Tonne für Frau Scholz“

Samstag, 24. Mai
Beginn: 20.00
Buchhandlung Bukafski, Kurfürstenstr. 9
Eintritt: 7,- Euro, 5,- Euro erm.

4„Als Fritz und ich das letzte Mal gekokst haben, sind wir eine Stunde später schlafen gegangen. Schlafen! Das Kokain war nicht schuld daran, wir waren es, in denen nichts mehr drin ist, was aufgeputscht werden könnte.“ (Aus: „Eine Tonne für Frau Scholz“)

Auch in ihrem aktuellen Roman schafft es die pointierte Beobachterin Sarah Schmidt, zugleich voller Komik und ernsthaft von einer Welt zu erzählen, die aus den Fugen geraten ist. In „Eine Tonne für Frau Scholz“ schildert sie ein Berlin, das es so bald schon nicht mehr geben wird: Es wird nicht nur noch mit Kohle geheizt, auch Schmidts Helden mit ihren auf trotzigen Hedonismus getrimmten Lebensmodelle gegen all die Alerten und Funktionierer da draußen sind massiv vom sozialen Abstieg bedroht – die alten Rezepte scheinen gegen die neuen Krankheiten nicht mehr zu helfen.

„Eine weibliche, Berliner Antwort auf Woody Allen.“ Kathrin Kuna in der österreichischen Literaturzeitschrift DUM

(c) Foto: Sabine Felber

Textbühne Mainz #4 - Die junge Lesebühne für Mainz und Rhein-Main

Dienstag, 22. Juli
KUZ , Dagobertstr. 20b
Beginn: 20.00 Uhr

Eintritt: 5,- Euro, 3,- Euro erm.

5Mit der Textbühne gibt es in Mainz seit 2013 eine literarische Veranstaltungsreihe, die regelmäßig fünf Nachwuchsautorinnen und -autoren aus der Region die Möglichkeit gibt, eigene Texte öffentlich vorzutragen. Die Textbühne versteht sich als Plattform für junge Schreibende und fördert den Austausch untereinander. Ob Prosa oder Lyrik, ob unterhaltsam oder ernsthaft: Bei der Auswahl der Texte ist inhaltliche Vielfalt das Grundprinzip. Entscheidend ist nicht ein Wettbewerb der Autoren, sondern das gemeinsam erarbeitete, abwechslungsreiche Programm, das zudem einen musikalischen Beitrag bereithält.

Weitere Informationen unter:
www.textbuehnemainz.de
www.facebook.com/textbuehnemainz

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Textbühne Mainz

logo textbühne

Literaturförderpreis der Landeshauptstadt Mainz für junge Autorinnen und Autoren

Das Literaturbüro gratuliert Andelka Križanović!

Die in 1983 in Jugoslawien geborene und an der Uni Mainz promovierte Anglistin hat mit ihrer Erzählung „Nicht so weit wie Betlehem“ den Literaturförderpreis der Landeshauptstadt Mainz für junge Autorinnen und Autoren 2013 gewonnen.

Die Mainzer Kulturdezernentin Marianne Grosse überreichte Frau Križanović während der öffentlichen Lesung am 5. November im Drusussaal auf der Mainzer Zitadelle die Siegerurkunde und den Scheck über das Preisgeld. Frau Grosse dankte auch den beiden anderen Finalisten, Matthias Boosch und Lena Hach, für den Vortrag ihrer ebenfalls hochliterarischen und innovativen Texte.

Den Gewinnertext und auch die Texte der beiden Endrundenteilnehmer/innen können Sie hier nachlesen.

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Nehmen Sie sich ein Ohr! - Das Mainzer Kulturtelefon

Logo Mainzer KulturtelefonBeim Mainzer Kulturtelefon hören Sie rund um die Uhr Lyrik- und Prosa von wechselnden Autoren und Autorinnen. Unter www.mainzer-kulturtelefon.de können Sie unsere Kulturtelefon-Beiträge ab April 2005 als Podcast nachhören. Darunter Kurzlesungen von Kathrin Röggla, Patrick Roth, Lars Gustafsson, Josef Haslinger und Gerhard Henschel.

Das aktuelle Programm hören Sie am Telefon unter 06131-693944.

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Literaturförderpreis der Landeshaupstadt Mainz

Die einundzwanzig Texte der Endrunde aus den Jahren 1999 bis 2013 finden Sie hier.

Preise und Stipendien

Liste der literarischen Preise und Stipendien Rheinland-Pfalz

Little Artur

Literarische Qualifikation für Kinder und Jugendliche

 

Leselust in Rheinland-Pfalz

Alles zur Kampagne für Kinder und Jugenliche